Lio: Kein leichter Start ins Leben

Lio hatte einen schweren Start ins Leben, berichtet seine Mutter. Unmittelbar nach der Geburt dignostizieren die Ärzte bei ihrem kleinen Sohn eine schwere Blutvergiftung – doch damit nicht genug: Keine drei Wochen später bedroht eine Meningitis Lios noch so junges Leben.

Ein schwerer Schlag für Familie Becker: Ihr zweiter Sohn Lio muss nur kurze Zeit nach der Entbindung wegen einer einer schweren Blutvergiftung behandelt werden – die Ärzte handeln sofort, um sein Leben zu retten. Lio hat jedoch Glück im Unglück: Die schnelle Behandlung ist erfolgreich, bald darauf können er und seine Eltern das Klinikum verlassen. Doch dann, keine drei Wochen später, geht es Lio wieder schlechter.

Mutter Isabelle Müllender und Vater Rainer Becker sind schockiert: Ihr Sohn hat starke Schmerzen und reagiert auf jede Berührung empfindlich. Lio verweigert zudem jede Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme und wird zunehmend apatisch.  Im belgischen Krankenhaus stellen die Ärzte fest, dass Lio nicht regelmäßig atmet und verlegen den kleinen Mann in das Universitätsklinikum Aachen – mit dem Krankenwagen geht es direkt dorthin. Lio muss künstlich ernährt und beatmet werden. Nach der Untersuchung lautet die Diagnose: Meningitis, eine lebensgefährliche Entzündung der Hirnhaut, die eine kontinuierliche Therapie mit starken Antibiotika erfordert. Sofort beginnen die Ärzte in Aachen mit der Behandlung.

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Eine große Ungewissheit

Auf der Kinderintensivstation am Universitätsklinikum wachen Lios Eltern am Krankenbett ihres Sohnes und fragen sich vor allem Eines: Wird unser Sohn wieder gesund werden? Denn noch ist sein Zustand kritisch. Meningitis ist eine sehr gefährliche Krankheit, auch Folgeschäden sind zu befürchten. Für Lios Eltern und seinen zwei Jahre älteren Bruder Fynn ist es da ein großer Trost, dass sie zumindest in seiner Nähe bleiben können. Denn die aus Belgien stammende Familie wohnt im Ronald McDonald Haus Aachen in Kliniknähe.

Fünf Wochen lang werden Lios Eltern im Ronald McDonald Haus liebevoll umsorgt, stets können sie dort neuen Mut und neue Kraft tanken. Auch Brüderchen Fynn ist glücklich, dass seine schwer geprüften Eltern immer wieder Zeit und Ruhe finden, sich um ihn zu kümmern. Als es Lio besser geht, darf er mit seiner Familien wieder nach Hause – die Angst vor Folgeschäden aufgrund der starken Medikation ist leider noch nicht ausgestanden. Erst nach seinem ersten Geburtstag kommt die lang ersehnte gute Nachricht: Lio wird wieder vollständig gesund – ohne jegliche Folgeschäden. Seine Eltern sind überglücklich. Dankbar, in dieser schweren Zeit nicht alleine geblieben zu sein, nimmt die ganze Familie regelmäßig an den Sommerfesten im Ronald McDonald Haus teil.


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