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16. Juni 2012, 14 bis 18 Uhr
›Dabei sein ist alles!‹
Olympische Sommer(fest)spiele
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Nach mehreren pränatalen Behandlungen wird Sydney in der Charité Berlin, Campus Virchow- Klinikum, per Kaiserschnitt zur Welt gebracht. Der Körper des kleinen Mädchens ist durch das eingelagerte Wasser stark aufgedunsen. Die Ärzte suchen fieberhaft nach der Ursache der als Wassersucht oder Hydrops bekannten Erkrankung: Ohne Erfolg. Ein künstliches Koma, Entwässerungsmedikamente, Intensivstation, mehrere Drainagen um das Wasser abzuleiten – die Mediziner tun alles, um ihrer jungen Patientin das Leben zu retten.
Sydneys Eltern sind sich bewusst: Die Überlebenschancen ihrer Tochter liegen kaum über 30 Prozent. Doch sie geben die Hoffnung nicht auf und sind dankbar, wenigstens in der Nähe ihres schwer kranken Kindes zu sein. Denn das Elternpaar kann mit ihrer vierjährigen Tochter Samantha im kliniknahen Ronald McDonald Haus Berlin wohnen und Sydney so jeden Tag besuchen. Auch wenn die Kleine aufgrund der starken Medikamente kaum bei Bewusstsein ist, spürt sie doch die Nähe und Wärme ihrer Familie. Das ist das Einzige, was sie in dieser scheinbar hoffnungslosen Situation für ihr Baby tun können.
Aber auch sie bleiben in dieser schweren Zeit nicht allein: Sechs Wochen lang erhalten Sydneys Eltern und ihre große Schwester im Ronald McDonald Haus Trost und Zuspruch, immer wieder schöpfen sie dort neue Kraft, um für die Zukunft zu hoffen. Und ihre Hoffnung ist nicht umsonst: Sydney besiegt ihre unerklärliche Krankheit. Vorerst. Allen düsteren Prognosen zum Trotz gehen die Wassereinlagerungen zurück, die Ärzte geben Entwarnung. Erklären können sie sich den bislang einzigartigen Krankheitsverlauf jedoch noch immer nicht.
Ob Sydney die lebensbedrohliche Krankheit wirklich überstanden hat, wird die Zukunft zeigen. Trotzdem ist die ganze Familie schon jetzt überglücklich: Endlich darf Sydney mit nach Hause. Von Herzen danken Mutter Jana, Vater Christian und Schwester Samantha den unermüdlichen Ärzten, Pflegern und Schwestern, die den Kampf um Sydneys Gesundheit nie aufgegeben haben und den treusorgenden Menschen im Ronald McDonald Haus, die ihnen während ihrer schwersten Zeit zur Seite standen.
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