
Marvin: Brüderchen Nils hilft heilen
Marvin und Nils sind Zwillinge und seit jeher unzertrennlich. Manchmal aber muss der kleine Nils bei seinen Eltern allein zuhause bleiben, wenn sein Bruder auf der Säuglingsstation des Carl-Thiem-Klinikums in Cottbus behandelt wird. Denn Marvin leidet an einem besonders schweren Fall von Epilepsie.
Als die Brüder Nils und Marvin im Carl-Thiem-Klinikum Cottbus zur Welt kommen, deutet noch nichts auf Marvins spätere Erkrankung hin. Zwar kommen die Zwillinge sechs Wochen zu früh, die vorzeitige Entbindung verläuft jedoch weitestgehend problemlos. Um in der Nähe ihrer beiden Söhne zu bleiben, zieht die Mutter vorübergehend in eine kliniknahe Unterkunft im Ronald McDonald Haus Cottbus.
Familie Knauer ist überglücklich als sie die Nachricht erhält, ihre beiden Söhne mit nach Hause nehmen zu dürfen. Doch nur sechs Monate später folgt die Ernüchterung. Marvin wird erneut untersucht, die Ärzte stellen bei ihm ein Krampfleiden fest. Der kleine Junge hat Epilepsie. Die Erkrankung, wahrscheinlich durch die Frühgeburt begünstigt, erfordert langfristig eine Weiterbehandlung im Carl-Thiem-Klinikum. Marvin würde über Monate von seiner Familie getrennt sein.
Als Familie beisammen
Für Marvins Eltern und seinen Bruder Nils ist es daher ein Segen, dass sie die Möglichkeit haben, im nahegelegenen Ronald McDonald Haus Cottbus zu wohnen. Jeden Tag kann Frau Knauer bei ihrem schwer kranken Sohn sein, der Vater kommt regelmäßig an Wochenenden zu Besuch. Die Möglichkeit, stets über Marvins Fortschritte informiert zu bleiben und ihrem Schützling in dieser schweren Zeit nahe zu sein, bedeutet der Familie sehr viel. „Für uns ist es ein Glück, dass es das Haus gibt“, sagt Frau Knauer. „So können meine Söhne auch beisammen sein, wenn es Marvin nicht so gut geht.“
Große Fortschritte
Wenn Marvin nicht im Klinikum behandelt wird, verbringt die Familie ihre gemeinsamen Stunden im Ronald McDonald Haus. Glücklich beobachtet das Elternpaar Knauer seine beiden Söhne beim Spielen. Wenn der kleine Nils sein Brüderchen zum Lachen bringt, ist die schwere Krankheit für kurz Zeit vergessen. Zwar sind Marvins motorische Fähigkeiten nach wie vor stark eingeschränkt, er hat jedoch bereits gelernt, mit Hilfe seiner Eltern ein wenig zu stehen.
Auch die behandelnden Ärzte erkennen bei Marvin große Fortschritte. Nach über zwei Jahren erfolgreicher Behandlung im Carl-Thiem-Klinikum ist er oft lange Zeit frei von Krampfanfällen. Es besteht sogar die Möglichkeit, dass Marvin seine Epilepsie eines Tages vollständig unter Kontrolle haben wird. Die Gemeinschaft im Ronald McDonald Haus, die Marvins Entwicklung aus nächster Nähe mitverfolgt hat und seiner Familie auch in Zukunft eine Stütze sein wird, wünscht ihm in jedem Fall das Beste.
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