Lena: Operiert im Alter von nur 14 Tagen

Zu früh kommt Lena Kowalczik zur Welt, viel zu früh. Nach kaum sieben Monaten im Mutterleib öffnet Lena im Universitätsklinikum Essen zum ersten Mal ihre Augen. Ihr Zwillingsbruder Luca wird nur zwei Wochen alt.

Dreizehn Wochen zu früh kommen die Zwillinge als winzige Babys auf die Welt, kaum 500 Gramm schwer. Im Universitätsklinikum Essen werden die beiden sofort auf die Station für Frühgeborene verlegt und dort rund um die Uhr versorgt. Doch trotz intensiver medizinischer Betreuung stirbt Luca zwei Wochen nach der Geburt an Hirnblutungen. Zeitgleich wird auch bei Lena eine Hirnhautentzündung diagnostiziert; Vater Kai und Mutter Nadine müssen nun auch um ihr zweites Kind bangen.

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Die Angst um das zweite Kind

Für Lenas Eltern sind die Wochen nach der Geburt ihrer beiden Kinder die schwerste Zeit ihres Lebens. Der Schmerz und die Hoffnung liegen so dicht beieinander. Doch dieses Mal sind die Bemühungen der Ärzte in Essen nicht umsonst: Lena wird ein „Shunt“ gelegt, der das Ablaufen der Hirnflüssigkeit ermöglicht und so den lebensgefährlichen Druck im Kopf des Säuglings verringert. Ihr Zustand bessert sich täglich. Bald steht fest, dass sie es schaffen wird.

Während dieser schweren Zeit wird das kliniknahe Ronald McDonald Haus Essen für Familie Kowalczik ein zweites Zuhause. Das Team des Hauses und die anderen Familien unterstützen Vater Kai und Mutter Nadine, während Lena im Klinikum behandelt wird. Hier nimmt man Anteil am Schicksal der leidgeprüften Eltern, stets finden sie hier die nötige Ruhe und Erholung, es wird gemeinsam geweint oder gelacht. Lenas Eltern wissen, dass sie im Ronald McDonald Haus niemals allein sein müssen.

Lena wird es schaffen

Lenas frühe Geburt beeinflusst noch immer ihr Leben. Sie hat ein Loch im Herzen, das bis heute nicht vollständig zugewachsen ist, auch kann sie noch nicht richtig essen. Aber nach zwei Jahren Krankengymnastik, mit Hilfe von Ergotherapie und Logopädie, darf Lena mittlerweile in den Kindergarten. Dort spielt, tobt und lacht sie mit den anderen Kindern und kann ihre schwere Krankheit für einige Zeit vergessen.


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