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Jubeljahr in Hamburg: Elternhaus feiert 15-jähriges Jubiläum

Mit sieben Jahren erkrankt der kleine Leon schwer. Die Ärzte vermuten hinter den rätselhaften, erkältungsartigen Symptomen lange Zeit eine komplizierte Virusinfektion, diagnostizieren schließlich Pfeiffersches Drüsenfieber, doch wie sich herausstellt, leidet Leon an einer weit gefährlicheren Erkrankung: Ein angeborener genetischer Defekt des Immunsystems (HLH) – äußerst selten und in fast 50 Prozent der Fälle tödlich verlaufend. Diese Krankheit kann nur durch eine Knochenmarktransplantation geheilt werden.
Leon wird von Schwerin ins Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf verlegt. Die Zeit drängt: Immer wieder wird er von heftigen Fieberanfällen geschwächt. Hinzu kommt, dass die Verlegung den schwer kranken Leon für lange Zeit von seiner Familie trennen würde, gerade jetzt, wo er die Nähe und Wärme seiner Lieben am Nötigsten braucht. In Hamburg ist man jedoch auf solche Fälle vorbereitet: Familie Plog kann ins Ronald McDonald Haus Hamburg einziehen, während Sohn Leon in der Klinik auf die rettende Knochenmarkspende wartet.
Über fünf Monate kämpft Leon mit seiner schweren Krankheit. Und dann ist es endlich soweit: Ein 38-jähriger Mann spendet bei der DKMS – es ist sein Knochenmark, eines von Millionen, dass Leon das Leben retten wird. In einem anonymen Brief, verfasst auf dem Beipackzettel des Medikamentes, wünscht er seinem unbekannten „kleinen Bruder“, dass die Spende auch einen Teil seiner Lebensfreude übermitteln kann, um die schwere Krankheit zu überwinden. Für Familie Plog wird es der schönste Beipackzettel der Welt: Denn die Transplantation ist erfolgreich – Leons Gesundheitszustand bessert sich stetig.
Zusammen mit seinen Eltern und Schwester Saskia wohnt Leon im Ronald McDonald Haus Hamburg, bis die Behandlung in der Klinik endgültig abgeschlossen ist. Dort wird die Familie liebevoll umsorgt und kann die Belastungen der schweren Zeit hinter sich lassen. Für Leons Eltern ist besonders der Austausch mit den anderen Eltern eine große Stütze, der ihnen das Gefühl gibt, nicht allein mit ihren Ängsten und Sorgen zu sein. Leon entwickelt sich indes gut – für ihn steht fest, dass er seinen „großen Bruder“ nach den üblichen zwei Jahren Anonymität, besuchen wird.
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