
Adrian: Nicht allein auf der Krebsstation
Vier Wochen vor seinem dritten Geburtstag wird Adrian in der Kinderklinik Jena aufgenommen. Der kleine Junge zeigte erkältungsähnliche Symptome, die von starken Fieberanfällen begleitet wurden. Hinzu kamen Knochenschmerzen. Für seine besorgten Eltern kommt die endgültige Diagnose völlig unerwartet: Adrian ist an Leukämie erkrankt.
Nach der Einlieferung beginnen die Ärzte umgehend eine Chemotherapie. Doch die Ungewissheit wird vorerst bleiben: Adrian muss auch weiterhin um sein Leben fürchten. Zudem leidet der kleine Junge stark unter den Nebenwirkungen der überlebenswichtigen Therapie: Adrian bekommt Haarausfall, auf Appetitlosigkeit folgen ungehemmte Ess-Attacken, er hat mit starken Stimmungsschwankungen zu kämpfen. Adrians Eltern wissen ihrem Sohn kaum zu helfen: Wie sollen sie dem keine drei Jahre alten Kind die Situation bloß erklären?
Nähe und Geborgenheit
Während der Behandlung werden besonders die einsamen Nächte im Krankenbett für Adrian zur Qual. Für Mutter Alexandra und Vater Christian ist es enorm wichtig, ihrem schwer kranken Sohn in dieser Zeit Nähe und Geborgenheit geben zu können. Schon bald nach Beginn der Chemotherapie bezieht die Familie daher eine Unterkunft im Ronald McDonald Haus Jena. Nach den langen, ungewissen Stunden auf der Krebsstation bekommen Adrian und seine Eltern hier die Gelegenheit, als Familie beisammen zu sein und die schwere Krankheit einige glückliche Momente lang zu vergessen.
Ein schwieriges Jahr
Fast ein ganzes Jahr muss Adrian in der Onkologie der Kinderklinik Jena behandelt werden. Diese Zeit bedeutet für die ganze Familie eine enorme Belastung. Im nahe gelegenen Ronald McDonald Haus jedoch haben sie ein Zuhause auf Zeit gefunden. Wiederholt werden Adrian und seine Eltern in die Gemeinschaft aufgenommen, sie finden dort Trost und Zuspruch, sowie die manchmal dringend benötigte Ruhe.
Nach zehn sorgenvollen Monaten sind sich die Ärzte endlich sicher: Adrian ist geheilt. Die Chemotherapie hatte Erfolg, er hat den Krebs besiegt. Voller Dankbarkeit nehmen er und seine Familie Abschied von der Belegschaft im Ronald McDonald Haus, die ihnen während Adrians Aufenthalt in der Kinderklinik aufopferungsvoll beigestanden hat.
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