Marlo: Ein Supermännchen kommt zu früh

Bei seiner Geburt wiegt der kleine Marlo nur 730 Gramm – eine Frühgeburt. Nach kaum sechs Monaten im Mutterleib wird er im Kinderkrankenhaus Amsterdamer Straße Köln zur Welt gebracht. Damit die Ärzte sein junges Leben retten können, muss unverzüglich gehandelt werden.

Bereits fünf Wochen vor der verfrühten Entbindung muss Mutter Deike Liehr ins Krankenhaus eingeliefert werden, da bei der Schwangerschaft ernsthafte Komplikationen auftreten. Schon bald wird den Ärzten in Köln klar, dass sie Marlo früher als geplant zur Welt bringen müssen, um das Leben von Mutter und Sohn zu schützen. Die Entbindung ist erfolgreich, doch im Anschluss zählt jede Minute – Marlo muss sofort in den Inkubator.

Da er nach nur 24 Wochen im Mutterleib zu unterentwickelt ist, um alleine lebensfähig zu sein, ist eine umfassende medizinische Versorgung nötig. Die Maschine, vergleichbar mit einem Brutkasten, wird Marlos Vital-Funktionen in den nächsten Wochen überwachen und seinen Wachstumsprozess vorantreiben. Für die beiden berufstätigen Eltern keine leichte Situation: 50 km trennen sie von ihrem Wohnort und ihrem jüngsten Sohn, der nun dringend die Nähe seiner Familie benötigt.

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Ein stetiges Auf und Ab

Um immer in der Nähe von Marlo bleiben zu können, ziehen Mutter Deike, Vater Myriel Liehr und Bruder Findus nach der Geburt ins Ronald McDonald Haus Köln. Die Familie ist dankbar für die Unterstützung und freundschaftliche Atmosphäre, denn die kommenden Wochen sind für sie alles andere als leicht: Mehrfach sehen die Ärzte Marlos Gesundheit ernsthaft gefährdet und kämpfen auf der Intensivstation um sein Leben. Bald jedoch wird deutlich: Marlo wird es schaffen!

Sein Zustand stabilisiert sich und er legt an Gewicht zu, es folgen erste Ausflüge mit dem Kinderwagen – seine Eltern sind überglücklich. Die Nähe zu ihrem „Supermännchen“, wie sie Marlo oft nannten, hat der Familie die letzten drei Monate enorm erleichtert. Im kliniknahen Ronald McDonald Haus Köln konnte man ihnen einen fast normalen Alltag ermöglichen, hier haben sie stets einen Ort des Trostes, des Miteinanders und des Rückzugs vorgefunden


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