Laura: Leben mit dem Herzfehler

Alle sechs Monate kommt Laura in Begleitung ihrer Eltern zur Kontrolle nach München ans Deutsche Herzzentrum - wo sie seit ihrer Geburt behandelt wird. Sechs lange Wochen musste sie damals im Krankenhaus bleiben, ehe die Ärzte sich sicher waren, dass Laura die Zeit bis zur entscheidenden Herzoperation überleben würde.

Laura leidet an einem seltenen, sehr komplexen Herzfehler: Einer Vertauschung der Herzkammern (CCTGA), begleitet von lebensbedrohlichen Fehlbildungen im Herzbereich. Während der sechs Wochen im Krankenhaus direkt nach ihrer Geburt ist ihre Mutter die ganze Zeit bei ihr: Nach der Entbindung kann sie im Ronald McDonald Haus München-Neuhausen in Kliniknähe wohnen. Der Vater kommt seine Lieben am Wochenende besuchen.

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Bereits ein Jahr später ziehen Lauras Eltern erneut in das Ronald McDonald Haus ein. Ihre Tochter ist nun alt genug für die entscheidende Herzoperation. Der leitende Chirurg rät der besorgten Familie, auf Lauras starken Schutzengel zu vertrauen – mit Erfolg: Die kleine Patientin übersteht den schwerer Eingriff schadlos. Laura freut sich, ihren geliebten Stoffhasen, den sie vor der Operation von ihrer Tante geschenkt bekam, nach dem Aufwachen wiederzusehen. Seitdem ist der Glücksbringer bei jedem Kliniktermin dabei. Denn Laura vertraut darauf, dass ihr Hase sie beschützt.

Danke für neun Jahre Unterstützung

Eine Sportskanone wird Laura wohl nie werden – doch in den Jahren nach der Operation hat sich das tapfere Mädchen hervorragend entwickelt. In der Schule versucht sie zwar, die große Narbe auf der Brust zu verbergen, weil sie fürchtet, dass die anderen darüber lachen könnten, ansonsten ist der Herzfehler aber kein Thema für sie. Einzig ihre zurückhaltende, ernsthafte Art lässt ahnen, welche schweren Prüfungen sie schon als Kleinkind gemeistert hat.

Noch heute, acht Jahre nach der Operation, übernachten Laura, ihre Familie und ihr geliebter Stoffhase alle sechs Monate im Ronald McDonald Haus Neuhausen, bis die halbjährliche Kontroll-Untersuchung im Herzzentrum durchgestanden ist. Auch für Mutter Sonja Seidl-Reiner und Vater Andreas Seidl stellt das Elternhaus bis heute eine große Stütze dar: Dort erfahren sie jederzeit Trost und Unterstützung und können ihrer Tochter stets nahe sein – seit neun Jahren ist es für sie ein Zuhause auf Zeit.


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