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Die ersten Tage mit Silas gehörten nur uns

Erst nach hundert Seiten stand im Schwangerschaftsbegleiter das große Wort "Geburt" fett gedruckt und mit strahlenden Gesichtern rundherum verziert. Doch für die Eltern Christine und Stefan wurden diese Seiten ganz schnell vorgeblättert, denn so lange wollte der kleine Silas nicht mehr warten. Hier erzählen sie ihre Geschichte.
  • Zwei Monate zu früh kam Silas auf die Welt

    Zwei Monate zu früh kam Silas auf die Welt

  • Silas Eltern nutzten jede mögliche Minute, ihrem Sohn ins Leben zu helfen

    Silas Eltern nutzten jede mögliche Minute, ihrem Sohn ins Leben zu helfen

  • Silas erwies sich als kleiner Kämpfer

    Silas erwies sich als kleiner Kämpfer

„Als unser Sohn Silas im August 2014 geboren wurde, war in unserem Schwangerschaftsbegleiter gerade mal das vorletzte Kapitel angebrochen. Zwei Monate zu früh erblickte unser Sonnenschein das Licht der Welt, weil es Komplikationen gegeben hatte und die Ärzte kein Risiko eingegangen waren, welches das Leben von Mutter und Sohn hätte gefährden können. Bis zu diesem Tag hatten wir eine komplikationslose
Schwangerschaft durchlebt und fuhren lediglich zu einer Routineuntersuchung nach Homburg. Der dabei
angefertigte Bluttest weckte bei den Ärzten einen Verdacht auf Schwangerschaftsvergiftung, und aus der Vorfreude auf die 3D-Bilder wurde mit einem Schlag das genaue Gegenteil. Es folgten für uns Eltern die wohl härtesten Wochen unseres bisherigen Lebens – ein Auf und Ab verbunden mit einem Wechselbad der Gefühle und einem Mix aus Hoffnung, Angst und Verzweiflung.

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Bis wir am Tag nach der Geburt von den Ärzten angesprochen wurden, ob wir im Ronald McDonald Haus unterkommen könnten, um ganz nah bei dem Kleinen zu sein, hatten wir von dieser Institution noch nicht wirklich etwas gehört und waren neugierig, was sich hinter diesem Namen verbergen sollte. Wir fanden unsere neue Heimat für die nächsten zehn Wochen und sollten sie alsbald schätzen und lieben lernen.

Die ersten Tage gehörten aber erst mal nur uns und dem Kleinen. Wir verbrachten alle Zeit, die uns zur Verfügung stand, auf der Station und waren lediglich im Haus, um zu ruhen oder eine Kleinigkeit zu essen. Wir hatten noch nicht den Kopf für Gespräche und Austausch, lebten nur von Stunde zu Stunde, von Tag zu Tag. Die lieben Mitarbeiter und Ehrenamtlichen vom Elternhaus schenkten uns vom ersten Tag an ein Lächeln, aufmunternde Worte und immer ein offenes Ohr, ohne aufdringlich zu sein. Sie waren einfach immer da, wenn man sie brauchte!

Auch die Schwestern und Ärzte auf den Stationen K01 und K02 waren allesamt immer freundlich und hilfsbereit und man fühlte sich von Beginn an in guten Händen und sicher. Nach und nach lernten wir viele Menschen kennen und fingen auch so langsam an, Zeit mit anderen Personen im Haus zu verbringen. Gemeinsames Frühstück, zusammen kochen oder einfach nur sitzen und erzählen – es bildete sich in kurzer Zeit ein echter Freundeskreis, der durch weitere gemeinsame Treffen auch in Zukunft Bestand haben wird.

Auch im Krankenhaus änderte sich im Laufe der Zeit das Leben auf der Station. Vom anfänglichen Sitzen neben dem Inkubator übers sogenannte Kangarooing, also die ersten kurzen Kuscheleinheiten, bis hin zur vollständigen Versorgung mit Wickeln, Füttern, Baden etc. durchlief man alle Prozesse, die man für das Leben mit dem Kleinen zu Hause benötigte. Unser Silas machte seine Sache auch prima und entwickelte sich prächtig, sodass wir nach knapp 7 Wochen schon das Gefühl bekamen, dass wir bald heimgehen konnten. Nun sind wir alle drei gesund und munter zu Hause und können mit dem Abstand von wenigen Wochen feststellen, dass wir unendlich dankbar für die Betreuung im Krankenhaus sind und das erst jetzt wirklich zu schätzen wissen und dass diese 70 Tage ohne das Ronald McDonald Haus auf diese Art und Weise auf keinen Fall möglich gewesen wären."


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