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Hannah: Eine starke junge Frau

„Mein Name ist Hannah, ich bin 16 Jahre alt und komme aus Luxemburg. Ende März 2014 wurde bei mir eine hochgradige Spondylolisthesis, eine Instabilität der Wirbelsäule, diagnostiziert und ich war kurz vor der Querschnittslähmung. Obwohl ich schon seit Jahren zunehmend starke Schmerzen im unteren Rückenbereich hatte, traf uns die Diagnose wie ein Schlag. Ich hatte eine der schwersten Formen von Wirbelgleiten und meiner Bandscheibe drohte, irreparabel gequetscht zu werden. Ich musste schnellstens operiert werden, aber dafür war ein Spezialzentrum im Ausland erforderlich. Die Uniklinik Homburg (UKS) war auf solche Fälle von Wirbelsäulenanomalien spezialisiert.
  • Hannah mit ihren Eltern Martine und Rene sowie Loïc und Christophe

    Hannah mit ihren Eltern Martine und Rene sowie Loïc und Christophe

  • Hannah im Klinikum Homburg

    Hannah im Klinikum Homburg

  • Hannah – eine starke junge Frau

    Hannah – eine starke junge Frau

Ich wurde im April 2014 im UKS zum ersten Mal operiert und mit vier Schrauben und zwei Cages fixiert. In den folgenden Wochen breitete sich jedoch eine gefährliche Infektion in meiner Wirbelsäule aus, die leider sehr lange unerkannt blieb. Tests, MRTs, Szintigraphien und Röntgen gaben keinen genauen Befund, was sich in meinem Körper abspielte. Die Schmerzen wurden immer unerträglicher und der Lebensmut verließ mich. Anfang Dezember 2014 erkannte man die lebensbedrohliche Entzündung, die in der Zwischenzeit die Implantate gelockert und verschoben hatte. Noch dazu drohte ich an einer Blutvergiftung zu sterben, da die Vereiterung schon weit fortgeschritten war. Ich wurde in letzter Minute im UKS notoperiert und die ganze Fixierung musste erneuert werden. Nur benötigte ich jetzt neun Implantate. Trotz des sehr komplizierten, riskanten und ungewissen Eingriffes verlief alles gut. Ich hatte sehr viel Glück gehabt und erholte mich relativ schnell.

Im Mai 2015 begannen die Schmerzen wieder langsam von Neuem, nur waren sie diesmal technischer Natur. Die großen Implantate machten nämlich meinem Körper sehr zu schaffen, waren aber erforderlich gewesen, da sonst die Stabilität der Wirbelsäule nicht gewährleistet gewesen wäre. Es war aber noch viel zu zeitig, um sie wieder zu entfernen. Frühestens in sechs bis acht Monaten wäre dies in Frage gekommen. 

Als dann eine Verödung des Schmerznervs als Alternative im September 2015 nicht den erhofften Erfolg brachte, entschied mein Chirurg sich doch zu einer baldigen Teilentfernung der Schrauben. Wir versuchten, die OP mit sehr starken Schmerzmedikamenten bis zum Jahresende hinauszuzögern.

Die Teilentfernung fand Anfang Januar 2016 statt. Die Verödung der Schmerznerven mitgerechnet, war es der vierte Eingriff innerhalb von 20 Monaten. Alles verlief Gott sei Dank problemlos. Ich bin jetzt noch mit sechs Implantaten in meiner Wirbelsäule verschraubt aber ich spüre eine große Erleichterung.

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Seit der Diagnose war ich 16 Wochen hospitalisiert, davon neun in Homburg. Während dieser Wochen konnten meine Eltern, mein jüngerer Bruder Christophe und manchmal auch mein erwachsener Bruder Loïc im Ronald Mac Donald Haus wohnen. Dies war eine große Erleichterung für meine Eltern, da wir 130 Kilometer entfernt vom UKS wohnen. Ich bin zwar kein Kleinkind mehr, aber dennoch ist die Anwesenheit von Vater oder Mutter stets willkommen und beruhigend, auch für ‚große Kinder‘ wie ich es bin. Es war tröstend zu wissen, dass meine Familie in diesem tollen Haus übernachten konnte. Meine Eltern erzählten mir oft, wie sehr sie es schätzen, dort wohnen zu dürfen, wo sie wieder Kraft nach den langen Stunden an meinem Krankenbett tanken konnten. Abends ließ ich sie gerne ‚nach Hause‘ gehen, wissend, dass sie am nächsten Morgen stressfrei und zeitig wieder bei mir waren. Ein großes Dankeschön an das liebe Team des Homburger Ronald McDonald Hauses. Danke auch für die aufmunternden Worte und die lieben Komplimente.“

Hannah

mit den Eltern Martine und Rene sowie Loïc und Christophe 


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