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„Wo wohnen Sie?“ „Im Ronald McDonald Haus“

Die Nähe des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein zur Kieler Förde nutzen unsere Familie gerne, um in der Mittagspause für einen Moment vom Klinikalltag - soweit es möglich ist – abzuschalten und Kraft zu tanken. So auch an einem sonnigen und warmen Tag in diesem Sommer. Zufällig trafen sich mehrere Familien an der Kaimauer und kamen ins Gespräch. Man kannte sich aus dem Ronald McDonald Haus und aus der Klinik, doch viel wusste man noch nicht voneinander. Auf die Frage „Wo wohnen Sie?“, antwortete Erik spontan: „Im Ronald McDonald Haus“. Das Ronald McDonald Haus Kiel wurde in der Tat plötzlich zu einem Zuhause.
  • Lena, Erik und Finn –  gleich geht es nach Hause

    Lena, Erik und Finn – gleich geht es nach Hause

  • Und vor der Abreise gibt es noch etwas zu Trinken

    Und vor der Abreise gibt es noch etwas zu Trinken

  • „Hurra, Erik spielt mit uns im Ronald McDonald Haus“

    „Hurra, Erik spielt mit uns im Ronald McDonald Haus“

  • „Oh wie schön, auch Papas Mama ist bei unserer Abreise in Kiel dabei“

    „Oh wie schön, auch Papas Mama ist bei unserer Abreise in Kiel dabei“

Erik lebte bisher auf der schönen Insel Rügen. Die Beziehung zu Lena, die in Bremen wohnte, führte dazu, dass ein Jahr gependelt wurde. Dann fiel die Entscheidung, gemeinsam in Bremen ein neues Zuhause zu schaffen. Nachwuchs kündigte sich an und kurz vor der Entbindung sollte der Einzug in die erste gemeinsame Wohnung erfolgen. 1,5 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin erfuhr Lena, dass ihr Baby an einem hypoplastischen Linksherzsyndrom erkrankt ist. Sofort ging es in die Klinik nach Kiel. Der Einzug in das Ronald McDonald Haus am 10. Mai klappte gut und am 25. Mai erblickte der kleine Finn das Licht der Welt. Das Ronald McDonald Haus wurde nun für Lena und Erik das erste gemeinsame Zuhause. Ein Zuhause, das ihnen die Möglichkeit gab, ihrem kleinen Kämpfer Finn Nähe zu geben.

Denn Finn musste sich bereits am Tag nach seiner Geburt einer Notoperation unterziehen, in welcher eine sogenannte Banding Methode angewandt wurde. Es folgte am Tag drauf eine siebenstündige Notoperation, bei der ein großer Teil des Dickdarms entfernt wurde. Eine Kontrolle des Darms erfolgte durch eine Operation am 29. Mai. Am 2. Juni folgte eine Shunt Operation. Schon in der ersten Woche seines Lebens hat Finn somit vier Operationen hinter sich bringen müssen. Nun lagen ein paar Wochen vor Finn, in denen er sich von den ersten Strapazen seines Lebens erholen konnte. Am 9. Juli wurde der Darm zurückverlegt, am 30. Juli erfolgte eine Herzkatheter Untersuchung und mit 12 Wochen und zwischenzeitlich stolzen 5.300 Gramm meisterte der kleine Finn am 27.08. seine Hemifontan-Operation.

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Lena und Erik erlebten in diesen Monaten emotionale Höhen und Tiefen. Die Tränen wurden mit jeder Nachricht der Ärzte, dass sie mit Finn zufrieden seien, wieder getrocknet. Jedes positive Signal führte unmittelbar dazu, dass es auch Lena und Erik besser ging. Nach einer schnellen Erholungsphase durfte Finn Anfang September endlich mit seinen Eltern nach Hause. Bei der Abreise fasste Lena die letzten Monate noch einmal zusammen: „Es war gut, dass wir im Ronald McDonald Haus in einer Gemeinschaft waren, die uns verstand. Wenn eine Operation anstand, waren Menschen um uns herum, die nachempfinden konnten, wie es uns in diesen schlimmen Momenten ging. Irgendwann fühlten wir uns hier zuhause. Wir haben uns etwas gekocht, saßen im Garten und mussten uns nicht weiter um den Alltag kümmern.Eine enorme Entlastung in dieser schweren Zeit. Das Frühstück am Dienstag sowie das Abendessen am Donnerstag gaben uns die Möglichkeit, ein wenig zu entspannen und Kraft zu tanken. Das Zuhause hierher zu holen, tat gut.” 

So konnte Lenas Vater für ein paar Tage seiner Tochter zur Seite stehen und auch Eriks erster Sohn John kam zu Besuch. Diese familiäre Nähe stärkte das Paar und Erik wurde im Ronald McDonald Haus „Papa für Alle”. Wenn Erik in´s Haus kam, freuten sich die Geschwisterkinder, denn sie konnten mit ihm toben. Bei der Abreise war auch Eriks Mutter in Kiel. Sie fügte hinzu: „Für die Eltern ist es so schön, dass es die Möglichkeit für die Familien gibt. Was würden sie ohne die Ronald McDonald Häuser machen?” Und Lena ergänzte: „Es haben sich Freundschaften gebildet und wir drücken allen Familien fest die Daumen, dass auch sie bald nach Hause dürfen.” Und dann ging es nach Bremen. Ein neues Zuhause wartete!


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