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Ronald McDonald Haus
Aachen

Ein neues Herz rettete Moana das Leben

Es geht um ein schwer krankes kleines Mädchen, um ein neues Herz, einen Schneesturm und den Kampf gegen die Zeit.

Was klingt wie der Trailer zu einem Spielfilm, das ist die wahre Geschichte der kleinen Moana und ihrer Familie. Die Familie hat Unglaubliches durchgemacht und ihre Geschichte mit uns geteilt, um anderen Familien mit schwer kranken Kindern Mut zu machen.

Die kleine Moana wartet auf ein neues Herz.
Moana verbringt 2 Jahre im Krankenhaus.
Moana lernt ihre kleine Schwester kennen, die Familie ist jetzt zu viert.
Die kleine Patientin kämpft wie eine Superheldin.
Heute genießt Moana unbeschwerte Momente mit ihrer Familie.

Moanas Eltern lieben Hawaii und die polynesische Kultur und so nannten sie ihre erste Tochter Moana, was Ozean bedeutet. Als sie fünf Monate alt war, wurde Moana plötzlich sehr krank, sie hatte tagelang hohes Fieber und musste stationär aufgenommen werden. Es bestand der Verdacht, das Moana am Kawasaki-Syndrom leidet, eine plötzlich auftretende hochfieberhafte Erkrankung, die durch eine Gefäßentzündung der kleinsten arteriellen Blutgefäße gekennzeichnet ist. Da alle Organe des Menschen durch kleine Gefäße versorgt werden, können im Prinzip auch alle Organe erkranken. Moana wurde nach einigen Tagen aus dem Krankenhaus entlassen, sie hatte sich erholt, das Familienleben ging weiter.

Als Moana ein Jahr alt war, erlitt sie plötzlich einen Herzinfarkt. Es passiert am Nachmittag, beim Spielen begannen die Symptome, ihr Herz raste und sie übergab sich. Im Krankenhaus wurde der Herzinfarkt per EKG bestätigt. Moanas Mutter war zu diesem Zeitpunkt mit ihrem zweiten Kind schwanger. Moana war sehr krank und schwach, bereits jetzt sprachen die Ärzte von der Möglichkeit, dass die Kleine ein neues Herz brauchen würde. Nachdem Moana vier Tage auf der Intensivstation behandelt wurde, zogen die Eltern ins Ronald McDonald Haus ein, um ein Zuhause auf Zeit für die bevorstehende, schwierige Zeit zu haben.

Eine Herzkatheter-Operation wurde notwendig, die Moana gut überstand, ihr Herz schlug nach der Operation eigenständig und sie musste nicht an eine lebenserhaltende Herz-Lungen-Maschine angeschlossen werden, wie zunächst befürchtet. Moana erholte sich augenscheinlich gut, doch die Ärzte sagten, dies sei möglicherweise nicht von Dauer, da ihr kleines Herz sehr geschädigt war. Moanas Vater spricht mit Bewunderung und Hochachtung von den behandelnden Professoren und Ärzten der Uniklinik Aachen, sie hätten sich um Moana bemüht, als sei es ihre eigene Tochter. Die Möglichkeit der Notwendigkeit einer Transplantation rückte wieder näher und so wurde Moana in der Klinik in Gießen untersucht. Dort bestätigte man die Dringlichkeit und so wurde Moanas Name auf die Transplantationsliste gesetzt.

Das Warten auf ein neues Herz begann.

In der Zwischenzeit verschlechterte sich Moanas Zustand und während einer Katheter-Untersuchung blieb ihr Herz zweimal stehen. Moanas Eltern warteten vor dem OP-Saal, Moanas Vater beschreibt zwei Schläge, die während des Wartens durch seinen Körper gingen. Heute ist er überzeugt, dass dies die zeitgleichen Wiederbelebungen seiner Tochter auf dem OP-Tisch mittels Elektro-Schock waren. Moanas Zustand war so kritisch, dass die Ärzte Moanas Eltern nahelegten, sich von ihrer Tochter zu verabschieden.

Doch drei Tage später öffnete Moana die Augen. Aachen war schneebedeckt, der Winter hatte Einzug gehalten. Moanas Vater wurde in einen Besprechungsraum gerufen, endlich war der ersehnte Anruf gekommen, nach acht Monaten Wartezeit gab es ein neues Herz für die kleine Patientin.

Ein Schneesturm verhinderte den sofortigen Transport nach Gießen, alle Helikopterflüge wurden gestrichen. Die Ärzte gaben nicht auf und schafften es, einen Militärhubschrauber zu organisieren, dessen Pilot bereit war, durch den Schneesturm nach Gießen zu fliegen, sodass Moana ihr neues Herz bekommen konnte. Moana war drei Jahre alt, als sie ihr neues Herz bekam. Nach einigen weiteren Monaten in der Uniklinik Aachen konnte die Familie nach Hause.

Heute ist Moana vier Jahre alt, zwei ihrer Lebensjahre hat sie im Krankenhaus verbracht. Ihre Reise geht dank ihres neuen Herzens weiter. Die kleine Schwester ist mittlerweile zwei Jahre alt, ihr Vater sagt, sie ist praktisch nur im Krankenhaus aufgewachsen. Sie hat uns im Ronald McDonald Haus jeden Tag mit ihrer Fröhlichkeit zum Lächeln gebracht. Was die Familie durchgemacht hat, die Sorge und Angst um ihre Tochter, das alles ist wohl kaum vorstellbar, >wir hatten ja keine Wahl<, sagt Moanas Vater, >was mit Moana geschah, das lag nicht in unseren Händen, aber wir konnten stark sein und die Hoffnung am Leben halten.<

Wir wünschen der ganzen Familien von Herzen alles Gute und freuen uns auf viele Besuche im Sonnenblumenhaus.


Die Disney-Prinzessin Moana ist übrigens eigensinnig, willensstark, praktisch furchtlos und stark und das kann kein Zufall sein, wie wir finden.

17.05.2022