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Aachen

Noah: Ein Weihnachtswunder

Am 24.12.2021 wurde der kleine Noah im Simmerather Krankenhaus geboren – für Mama und Papa das größte Weihnachtsgeschenk. Noch am selben Abend wurde aber relativ schnell klar, dass es Probleme mit der Sauerstoffsättigung gab, weshalb noch in derselben Nacht die Verlegung Noahs auf die Intensivstation des Krankenhauses in Stolberg organisiert wurde. Ein schockierender Anblick für die frisch gebackenen Eltern, die erzählen, wie der Kleine im Rettungswagen, begleitet von der Oberärztin und zwei Sanitätern, transportiert wurde. Noch während der Abholung erlitt Noah einen Krampfanfall. Für Noahs Mutter musste nun auch schnellstmöglich eine Verlegung nach Stolberg organisiert werden.

In der Stolberger Klinik wurde eine schwere, sehr große Hirnblutung diagnostiziert. Im Austausch mit der Aachener Uniklinik wurde aufgrund der Schwere des Falles eine erneute Verlegung, nun nach Aachen, beschlossen. Noahs Papa hatte zu diesem Zeitpunkt mehrere Tage nicht richtig geschlafen oder gegessen, wie er berichtet; beide Eltern waren völlig erschöpft.

Am nächsten Morgen kam die erschütternde Nachricht, dass es Nachblutungen gab und Noah künstlich beatmet werden musste. Es wurden nun alle Vorbereitungen für eine Verlegung in die Uniklinik Aachen getroffen. Die Fahrt von Stolberg nach Aachen fand fast im Schritttempo statt, sodass es nicht zu Erschütterungen kommen konnte. Auch für Noahs Mutter bedeutete dies bereits die zweite Verlegung, so kurz nach der Entbindung.

Angekommen in Aachen wurde gleich ein MRT gemacht, Noahs Eltern wurden vom zuständigen Oberarzt und Neurochirurgen empfangen. Am zweiten Weihnachtsfeiertag wurde die notwendige, schwere Operation durchgeführt: Die Blutmasse in Noahs Kopf hat einen großen Teil von Noahs Hirn verdrängt und musste dringend entfernt werden. Die Operation verlief glücklicherweise erfolgreich, das Blut konnte entfernt werden, eine circa 6 cm große Narbe bleibt zurück.

Der erste Jahreswechsel zu dritt: Noah und seine Eltern Silvester 2021
Heute wird Noah auf die >Normal-Station< verlegt. Ein Grund zur Freude!
Endlich ein bisschen Ruhe und Frieden -- bald geht es nach Hause!

Der Erfolg der Operation wurde unmittelbar nach dem Eingriff im MRT sichtbar: Das Gehirn konnte sich nun wieder entfalten, es gab keine weiteren Blutungen, auch zur Freude der behandelnden Ärzte und Chirurgen, die die Schwere des Eingriffes betonten.  

Noahs Eltern haben in dieser belastenden Zeit ein Zuhause auf Zeit im Ronald McDonald Haus Aachen gefunden, worüber sie sehr glücklich waren: Die Fahrt nach Hause in die Eifel würde mindestens eine Stunde dauern, völlig übermüdet und mitten im Winter ist dies kaum möglich.

In den folgenden Tagen nach der Operation erholte sich Noah gut und ist mittlerweile stark genug, um mit seinen Eltern nach Hause zu fahren und das neue Leben zu dritt zu beginnen – die gesamte Familie freut sich schon darauf, ihn kennenzulernen.  

Fest steht: Es war ein unglaublich schwieriger erster Lebensmonat zwischen Hoffen und Bangen und Noahs Genesung ist ein wahres Weihnachtswunder. 

Wir wünschen Noah und seinen Eltern alles Gute!

19.01.2022