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Ronald McDonald Haus
Berlin-Buch

Warum Emil Emil heißt – und warum Aufgeben keine Option ist

Ein kleiner ganz besonderer Junge bahnt sich seinen Weg ins Leben. Seine Eltern sind immer dabei, denn sie wohnen gleich nebenan im Ronald McDonald Haus Berlin-Buch, nur ein paar Schritte von der Frühgeborenen-Station entfernt.

Emil Odin
Emil Odin
Emil Odin nach der Geburt
Emil Odin nach der Geburt - klein wie in Vögelchen
Ein großartiges Geschenk beim Abschied für das Ronald McDonald Haus
Ein großartiges Geschenk beim Abschied für das Ronald McDonald Haus

Jasmin Hiersemann und Matthias Krüger sind die Eltern von Emil Odin. Der Kleine kam drei Monate zu früh auf die Welt, ist aber heute an einem warmen Tag auf seinem ersten Ausflug von der Neonatologie im HELIOS Klinikum unterwegs. Natürlich macht man da eine Pause im Ronald McDonald Haus und erlebt auf der Terrasse zum ersten Mal, wie ein Rasenmäher rasselt, wie ganz viele Vögel durcheinander singen, und wie Mama beim Kaffee erzählt, wie Emil zu seinem Namen kam:“Mein Mann wollte einen keltischen Namen, und dann musste es gleich der Gott der Weisheit Odin sein. Emils Opa hatte während seiner Leukämie-Erkrankung seinen Stammbaum bis ins 18. Jahrhundert erforscht. Die Männer hießen alle Emil, was lag also näher. Und schließlich wachte ich nach meinem Not-Kaiserschnitt auf und fragte nach meinem Emil. Damit war es dann endgültig entschieden“, sagt die junge Mutti und schaut liebevoll zu ihrem kleinen Sohn, der im Kinderwagen herumstrampelt. Noch weiß er nicht, dass die Schläuche und der Monitor auch unterwegs nötig sind, um sein noch schwaches Leben zu schützen.

Er wog nur 720 Gramm bei seiner Geburt und war 35 Zentimeter klein. Die dramatischen Umstände der Kaiserschnitt-Geburt treiben Jasmin Hirsemann noch heute Tränen in die Augen. Geboren wurde Emil in Bad Saarow, musste von dort aber sofort nach Berlin-Buch verlegt werden. So kam es, dass die Eltern ihr Neugeborenes erst 24 Stunden nach der Geburt zum ersten Mal sehen konnten. Doch das war ein Schock.“Er sah aus wie ein Vögelchen, das aus dem Nest gefallen ist, seine durchscheinende Haut wie Pergament, die Proportionen der Gliedmaßen noch unfertig. Da haben wir beide erst einmal geweint.“ Dann ging es Schlag auf Schlag weiter. Emil hatte Gehirn- und Lungenblutungen. In einem Krisengespräch wurde den Eltern eine Nottaufe ans Herz gelegt, es schien alles medizinisch Mögliche ausgereizt. Doch dann besserte sich der Zustand des kleinen Kerls wie durch ein Wunder. Nach einer knappen Woche im Krankenhaus bot man Jasmin Hiersemann den Umzug ins benachbarte Elternhaus an. Dort nahm sie eine Mama von Zwillings-Frühchen gleich unter ihre Fittiche. So hatte sie ein wenig Ablenkung, konnte jede Nacht ein paar Stunden ruhig schlafen und Kraft schöpfen für die Tage im Krankenhaus mit Emil. Auch der Papa wohnte hier und fuhr jeden Morgen zur Arbeit. Er konnte nicht zu Hause bleiben, da er das Gefühl hatte, Frau und Sohn im Stich zu lassen.

Über die Zeit wurde klar, dass Emil mit Beeinträchtigungen wird leben müssen. Wie ausgeprägt sie sein werden, das weiß heute noch keiner.“Aufgeben war für uns aber nie eine Option. Wir lieben unseren Emil Odin so wie er ist, auch wenn er anders ist als gesunde Kinder. Anders heißt für uns selten, aber nicht seltsam.“ Die jungen Eltern wissen heute, dass die Zeit nach der Geburt sie noch fester zusammengeschweißt hat. Dabei hat ihnen auch das Elternhaus geholfen. Bei dem bedankten sie sich beim Auszug mit einem tollen Geschenk, einem großen Gasgrill für die Terrasse. Das Angrillen fand noch gemeinsam mit anderen Eltern in Buch statt, aber dann ging es nach Hause mit Emil Odin.

13.02.2018

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