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Haus Berlin-Wedding
Unser
Ronald McDonald Haus
Berlin-Wedding

Rosarote Luftblase

Weihnachten ist ja bekanntlich die Zeit der Überraschungen. Das dachten sich wohl auch Anne-Marie, Henrik und der kleine Wirbelwind Matteo. Die drei schickten nämlich einen lieben Gruß an unser Ronald McDonald Haus und packten obendrauf noch 100 Überraschungseier für alle Familien mit ein, die Weihnachten nicht mit ihrem Kind zu Hause verbringen konnten. Was für eine süße Idee! Nur allzu gern erinnern wir uns an diese beeindruckende junge Familie zurück, die im letzten Winter für acht Wochen in unserem Elternhaus ein Zuhause auf Zeit fand.

Familienglück
Matteo fühlt sich pudelwohl
Nesthäkchen
Süße Weihnachtsüberraschung

Anne-Marie und Henrik kennen sich seit ihrer Jugend. Schon damals stand fest, dass sie ihr Leben gemeinsam verbringen möchten. Zum perfekten Glück wünschten sie sich ein Baby. Der Traum ging in Erfüllung.

Der kleine junge Mann, der auf dem Foto so völlig entspannt in seinem Nestchen liegt und aussieht wie das süßeste Baby aller Zeiten, heißt Matteo und ist nun mittlerweile schon ein richtig Großer und nach wie vor der ganze Stolz seiner Eltern. Die beiden können es manchmal immer noch nicht ganz fassen – schließlich ist das keine Selbstverständlichkeit.

Die Schwangerschaft mit Matteo verlief alles andere als normal. In der 10. Schwangerschaftswoche traten die ersten Komplikationen auf, in der 16. diagnostizierten die Ärzte bei Matteo dann eine TGA: Dabei sind die großen Herzarterien vertauscht, sodass der Körper nicht mit Sauerstoff versorgt werden kann. >Das war wie ein Schlag, der dir den Boden unter den Füßen wegzieht.<, erzählt Henrik, als wir bei einer Tasse Tee im Elternhaus darüber sprechen. >Anne-Marie konnte nicht mehr arbeiten, und die rosarote Luftblase, in der wir vorher lebten, zerplatzte. Wir wollten trotzdem nicht den Kopf in den Sand stecken und hofften auf das Beste. Schnell war klar, dass wir für die Geburt und Nachbehandlung nach Berlin müssen. Es war ein absoluter Glücksfall, dass wir schon drei Wochen vor dem Termin ins Elternhaus einziehen konnten, um im Ernstfall sofort in der Nähe der Klinik zu sein.

Vier Wochen mussten wir uns dort noch gedulden. Nach der Geburt wurde Matteo dann gleich operiert. Als unser Würmchen dort mit all den Schläuchen lag, konnten wir das kaum aushalten – dieses Bild werden wir nie vergessen. Matteo erholte sich aber zum Glück schnell von der OP, sodass wir nach acht Wochen endlich alle zusammen nach Hause durften. Wir sind immer noch so dankbar, dass wir in Berlin so herzlich aufgenommen und unterstützt wurden. Sogar die Großeltern durften bei uns im Elternhaus übernachten. Das war extrem hilfreich, da sie uns somit zur Seite stehen und den Rücken freihalten konnten. Heute geht es uns super und wir genießen unsere Familienzeit sehr.<

04.01.21