MDK
Für uns sind es >unsere Qennis<. Richtig benannt: Nicole von Quennaudon mit ihrem Mann Marcel und ihren Kindern Josi und Leon. Das Foto oben ist aus dem Jahr 2013, aufgenommen als das Ronald McDonald Haus Cottbus 10. Geburtstag feierte. 10 Jahre später, am 2. Mai 2023 ist Josi gestorben, doch nicht nur in den Herzen der Familie bleibt Josi für immer.
Als das Ronald McDonald Haus Cottbus im Mai 2003 die Türen für Familien mit einem schwer kranken Kind öffnete, waren Josis Eltern unter den Ersten, die ein Apartment bezogen. Ihre schwerstbehinderte Tochter, im Januar 2003 geboren, brauchte immer wieder medizinische Hilfe in der Kinderklinik. Die Eltern waren so glücklich, dass sie in diesen Zeiten in der Nähe von Josi im Elternhaus bleiben konnten. Im Juli 2009 erblickte Josis Bruder Leon das Licht der Welt. Etwa drei Monate später musste die junge Familie realisieren, dass auch ihr Sohn mit großen Einschränkungen würde leben müssen. Wir kennen die Familie nun schon so lange, doch in der ganzen Zeit hörten wir ausschließlich Liebevolles von den vieren. Kein Hadern und kein Verzagen, immer wenn es ganz schwierig wird, halten die Quennis erst recht zusammen.
Bei einem Aufenthalt im Elternhaus lernen sie unseren Apartment-Paten von Zimmers 2, Erich Hans, kennen und eine Freundschaft entsteht, die bis heute hält.
Der größte Schicksalsschlag kam am 2. Mai 2023: Josi verstarb. Erst Schockstarre, dann unendliche Trauer, und auch jetzt war der Zusammenhalt der Familie so beeindruckend. Das Glück der Jahre mit Josi war bestimmend und den Eltern ist bewusst, dass ihr Sohn Leon sie braucht und sie den Alltag meistern müssen.
Wir sehen Nicole zur Gedenkfeier für verstorbene Kinder wieder oder wenn Leon in die Kinderklinik muss, was zum Glück selten ist. Wir staunen und freuen uns sehr, dass Nicole seit Mai dieses Jahres unser Anliegen jeden zweiten Dienstag unterstützt. Sie ist nun ehrenamtliche Mitarbeiterin.
Danke auch an Marcel, dass er ihr den Rücken dafür freihält und seine Dienste tauscht, damit er da ist, wenn Leon aus der Schule kommt. Nicole kommt aus Guben mit dem Zug und weiß genau, was für Eltern, die bei uns ein >Zuhause auf Zeit< finden, das Wichtigste ist: niemals die Hoffnung aufgeben und das Leben in die Hand nehmen, auch wenn es anders kommt, als erträumt. Dass Hilfe annehmen und Hilfe geben sich nicht ausschließen, auch das zeigt Nicoles Engagement. Dass wir Familien mit einem kranken Kind ein Stück in einer schwierigen Situation begleiten, ist Alltag bei uns. Unsere Quennis sind schon eine besondere Familie für uns.
Alle lieben Wünsche für Euch drei ... und Josi im Herzen
24.11.2025