Unser
Ronald McDonald Haus
Erlangen

Kleiner Fernando mit großem Kämpferherz

Auf den ersten Blick ist der fast vier Monate alte Fernando ein echter Wonneproppen: Dicke Babybäckchen und strahlende Augen lachen einem entgegen. Doch schon bevor Fernando zur Welt kam, erfuhren seine Eltern von dem schweren Herzfehler, den ihr Sohn haben wird. Wenige Tage nach der Geburt musste er bereits die erste, lebensnotwendige Operation durchstehen.

Der kleine Fernando mit seiner Narbe
Fernando ist immer fröhlich
Fernando mit seiner Mama Sabrina, Papa Daniel und Schwesterchen Letizia
Fernando mit seiner großen Schwester

„Bei Fernando ist am Herzen zwar alles vorhanden, aber quasi falsch angeschlossen“, erklären Mama Sabrina und Papa Daniel Ioannidis den Herzfehler ihres Sohnes. Die medizinische Bezeichnung dafür ist Double Outlet Right Ventricle (DORV) – was heisst, dass die Aorta und die Pulmonalarterie beide in die rechte Herzkammer münden anstatt wie bei einem gesunden Herzen die Aorta links und die Pulmonalarterie rechts. Zusätzlich hat er eine TGA, eine Transposition der großen Arterien. Beides führt zu einem lebensbedrohlichen Zustand, weil die Sauerstoffversorgung des Körpers nicht gewährleistet werden kann. In einer ersten Operation konnte der kleine Fernando zunächst stabilisiert werden, bis er alt genug ist für die eigentliche OP, bei der alle Probleme am Herzen behoben werden sollen. „Wenn bei der großen OP alles gut geht, hat Fernando eine ganz normale Lebenserwartung“, so Papa Daniel. Trotz der guten Prognose warten beide Eltern angespannt auf den Termin. „Manchmal vergessen wir ganz, dass Fernando so krank ist, so gut, wie er sich entwickelt. Aber dann kommt die Angst wieder, es könnte doch etwas mit ihm passieren“, erzählt Mama Sabrina.

Man wächst mit der Belastung – für sein Kind

Die Diagnose war ein Schock für das Paar, doch war für die Beiden von Anfang an klar, dass sie für ihren kleinen Sohn kämpfen werden. „Ich dachte am Anfang nicht, dass ich das schaffe. Doch man wächst mit der Belastung – für sein Kind“, erzählt Mama Sabrina. Dass die Familie während der schweren Zeit im Ronald McDonald Haus wohnen konnte, war ein großes Glück: „Wir haben Rückhalt im Haus gefunden und waren immer nah bei Fernando. Auch Fernandos große Schwester konnte dadurch bei uns sein.“ Der Termin für die zweite OP steht noch aus, aber sicher ist, dass Familie Ioannidis auch in dieser Zeit bei uns eine Zuhause finden wird. Wir drücken Fernando ganz fest die Daumen!

03.07.2017

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