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Haus/Oase Hamburg-Altona
Unser
Ronald McDonald Haus mit Oase
Hamburg-Altona

Aufgeben ist keine Option #teampauline

36 Tage verbrachte Familie Langner 2019 in unserem Elternhaus, um immer in der Nähe ihrer kleinen Tochter zu sein. Pauline war zwölf Wochen zu früh auf die Welt gekommen und bewies nach der Geburt, was für eine Kämpferin in ihr steckt. Durch die trotz allem schöne Zeit hier im Haus war ihren Eltern klar: Bei der Sternenleuchten-Spendenaktion wollen sie mit dabei sein. Wie ihr schöner Spruch für den Stern entstand, erzählen sie hier selbst.

>Ein Stern für Pauline< bringt unser Haus zum Leuchten.

>Pauline kam in der 28. Schwangerschaftswoche zur Welt. Eine Woche zuvor wurden wir durch die Ärztin in Stade ins Perinatalzentrum nach Altona überwiesen. Ab dem Tag war uns klar, dass wir ein Frühchen bekommen würden. Im ersten Moment waren wir völlig überfordert und voller Sorge. Die ÄrztInnen, das Pflegepersonal und die Hebammen nahmen uns die Angst und waren ab der ersten Minute sehr nett und liebevoll. Wir hatten vor der Geburt schon ein Gespräch mit einer Kinderärztin und konnten alle Fragen stellen.<

Zur Freude ihrer Familie ging es Pauline von Anfang an sehr gut. Unvergesslich bleibt, dass ihr Vater Björn sogar schon wenige Stunden nach der Geburt mit seiner kleinen Tochter kuscheln durfte: >Für uns ist das noch heute ein emotionales Erlebnis und eine schöne Erinnerung. Zum Glück hat Pauline generell viele klassische Frühchen-Komplikationen ausgelassen. Nur hin und wieder macht sie es spannend, unsere kleine Grenzgängerin. Auf der Intensivstation waren die ÄrztInnen und das Pflegepersonal ebenfalls sehr nett zu uns. Es war egal, wie oft - wir konnten alle Fragen stellen und bei allen Untersuchungen in den ersten Tagen dabei sein.<, erzählt Paulines Mutter Jule und erinnert sich: >Es wurde sogar ein Ultraschall gemacht wurde, während ich mit Pauline kuschelte. Die Nähe war für uns als Familie sehr wichtig. Pauline hat nach der ersten Zeit täglich Physiotherapie bekommen und danach mit ihrem Papa die erste Runde gekuschelt. Ich habe die Kuscheleinheit am Nachmittag genießen können. Jeder von uns hatte drei bis vier Stunden mit ihr und wir haben ihr gerne Geschichten vorgelesen - für uns drei waren das die schönsten Stunden des Tages. Ein Ritual, was den Abschied erleichterte war unser ganz eigenes Zu-Bett-Bringen: Wir haben das Nestchen hergerichtet, ihr über die Sonde Muttermilch gegeben und dabei ihre Hand gehalten, bis sie tief schlief.< 

Um so nah wie möglich bei ihrer Tochter zu sein, zog Familie Langner am Tag nach Paulines Geburt in unser Ronald McDonald Haus ein: >Im Elternhaus haben wir uns von der ersten Minute an wohl gefühlt. Für mich war es erst schwer, nicht in einem Haus mit Pauline zu sein. Zu sehen, dass es vielen anderen Müttern auch so ging, machte es einfacher. Wenn wir abends, meist gegen 23 Uhr, nach Hause kamen, waren noch einige Eltern am großen Esstisch und gemeinsam haben wir den Tag ausklingen lassen. In der Zeit waren viele Frühchen-Familien da - die Erfolge unserer starken Kinder wurden gemeinsam gefeiert und Rückschläge zusammen überwunden. Die Kleinigkeiten, die uns aufgemuntert haben, waren so liebevoll und toll. In besonderer Erinnerung geblieben ist uns der Schnack morgens in der Küche, bevor es zum Krankenhaus ging und das "HAPPY MEHLTÜTEN-FEST". Als Pauline die 1.000g-Marke erreichte, bekamen wir ein Paket Mehl als Zeichen geschenkt, dass unsere Tochter jetzt bereits so viel wiegt und geschafft hat. Auch wenn es die wohl schwerste Zeit unseres Lebens war, haben wir durch das Elternhaus auch Freunde gefunden und mit einer Familie noch ganz viel Kontakt. Wir sehen und hören uns regelmäßig und die beiden Mädchen werden hoffentlich Freundinnen. 

Uns geht es wirklich gut. Wir genießen die Zeit als Familie sehr. Pauline ist ein so starkes Mädchen, das uns unendliche Freude beschert. Sie hat so viel Energie und Spaß dabei, die Welt zu entdecken. Ab dem ersten Tag im Krankenhaus stand für uns fest: Aufgeben ist keine Option! Und genau das haben wir Tag für Tag gelebt, bis wir zu Hause waren! Björn hat diesen Satz schon beim ersten Kuscheln zu Pauline gesagt. Das #TeamPauline ist durch Freunde zu Hause entstanden, die mit uns gefiebert haben. Für uns war klar, wie der Spruch auf unserem Stern lauten soll: Aufgeben ist keine Option #teampauline

22.03.21