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Haus Hamburg-Eppendorf
Unser
Ronald McDonald Haus
Hamburg-Eppendorf

Das Münchner Kindl wird zum Nordlicht

In Hamburch sagt man Tschüss… Nun ist es also soweit - mein Freiwilliges Soziales Jahr im Ronald McDonald Haus Hamburg-Eppendorf endet in ein paar Tagen. Viel zu schnell ging die Zeit vorbei. Als ich gefragt wurde, ob ich nicht ein paar Worte zu meiner Zeit hier im Norden schreiben möchte, habe ich sofort zugestimmt. Doch es ist gar nicht so leicht, all die Erlebnisse und Erfahrungen, all die schönen und bewegenden Momente der letzten 12 Monate in Worte zu fassen. Aber fangen wir von vorne an…

Karo und Familie Zrodlewski
Karo und Team Ehrenamt
Karo im hohen Norden

Angefangen hat alles am 01. Septemeber 2016 – mein erster Arbeitstag im Ronald McDonald Haus. Zwei Tage zuvor bin ich mit vollgepackter Reisetasche am Münchner ZOB in den Reisebus gestiegen, der mich über Nacht in meine neue Heimat gebracht hat (Meine Eltern sind zwei Wochen später mit meinem restlichen Gepäck nachgekommen). Die ersten Arbeitstage waren sehr aufregend. Ich habe das haupt- und ehrenamtliche Team kennengelernt, die Abläufe im Haus und meine Aufgabenbereiche. Nicht zu vergessen die Familien, für die ich natürlich auch eine neue hauptamtliche Kraft war. Ich habe schnell gemerkt, dass die Atmosphäre im Haus eine ganz besondere ist. Das Team hat mich herzlich aufgenommen und ich habe mich direkt wohl gefühlt. Und so sind die Tage verstrichen und die ersten Veranstaltungen standen an. Das erste größere Ereignis war das Freundeskreis-Event Ende September unter dem Motto „O´zapft is“. Das war für mich als gebürtige Münchnerin natürlich ein tolles Erlebnis. Es folgten weitere Veranstaltungen: die Geschenke-Einpack-Aktion „Wrap for Children“ und die Weihnachtsfeier mit dem Ehrenamt im Dezember, der Jahresempfang zum 20-jährigen Jubiläum im April und das Sommerfest im Juni. Letzteres war besonders schön, da ich viele ehemalige Familien gesehen habe, von denen einige auch in meiner Zeit im Haus gewohnt haben. Für mich war es sehr spannend und bewegend zugleich, die Geschichten und Schicksale der Familien zu erfahren – von so vielen Krankheiten hatte ich vorher noch nie etwas gehört. Und umso mehr war ich froh, den Familien in einer so schweren Zeit zur Seite stehen zu können und ihnen mit meiner Arbeit helfen zu können.

Der Norden hat mich verändert

Das Jahr hier im Norden hat mich verändert und erwachsen werden lassen. Nicht nur durch die Tatsache, dass ich das erste Mal alleine gewohnt habe und meinen eigenen Haushalt hatte. Auch die Zusammenarbeit mit so vielen verschiedenen Menschen ist sehr lehrreich. Es gab viele schöne, bewegende und lustige Momente. Aber genauso auch traurige und weniger erfreuliche. Doch das alles gehört nun einmal dazu, wenn man ein FSJ im Ronald McDonald Haus macht. Glücklicherweise überwiegten die schönen Ereignisse und ich bin unglaublich dankbar, dass ich die Chance bekommen habe, nach meinem Abitur hier ein Jahr Teil des Teams und Teil dieser wunderbaren Einrichtung sein du dürfen – noch dazu in Hamburg, wo ich seit vielen Jahren einmal wohnen wollte. Mitte August geht es wieder zurück nach München zu meiner Familie. Im Oktober beginnt dann der nächste Lebensabschnitt – das Studium steht an. Vor einigen Tagen habe ich meine Zusage für die Hochschule in Kempten (Allgäu) erhalten und werde somit die nächsten Jahre wieder in Bayern verbringen. Ein Teil meines Herzens wird immer im Norden bleiben und ich versuche, Hamburg und dem Haus so oft wie möglich einen Besuch abzustatten. Also dann… Servus und bis bald!

03.08.17