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Haus Hamburg-Eppendorf
Unser
Ronald McDonald Haus
Hamburg-Eppendorf

Ein Sommerabend, der kleine Glücksmomente verströmt: Rotarier grillen für Familien schwer kranker Kinder

Sommerzeit in Deutschland. In der ganzen Republik wird gegrillt und gefeiert. Für viele gehört das zum Sommer einfach dazu, ist fast schon selbstverständlich. Nicht so für die im Ronald McDonald Haus wohnenden Familien, deren allererster Gedanke stets ihrem erkrankten Kind gilt, das im beachbarten Universitätsklinikum stationär behandelt wird. Für sie sind Abwechslungen vom Klinikalltag und eine Ablenkungen von ihren Sorgen so wichtig.

Uwe Waibel und der erste kleine Gast des Genießer-Barbecues
Wann geht es endlich los? v.l. Michaela Fischer-Zernin, Ruth Lichtenfeld und Dr. Claudia Andersen mit Merle
Countdown Grillwurst: v.l. Martin Heidrich mit seiner Frau Nicola, Dr. Claudia Andersen und Michaela Fischer-Zernin

Als Uwe Waibel vom Rotary Club Hamburg-Harvestehude vor einer Woche mit seinem Wagen vorfuhr, ahnten die Familien noch nicht wirklich, was kommen würde. Ausgeladen werden musste der XXL-Lebensmittel- und Getränkeeinkauf. Es war so großzügig Grillgut eingekauft worden, dass zwei hauptamtliche und drei ehrenamtliche Mitarbeiterinnen gemeinsam beim Verstauen der Leckereien helfen mussten.

Gegen 17.00 Uhr trudelten dann sechs weitere Rotarier mit ein, die schließlich gut gelaunt und fröhlich Fleisch marinierten, Gemüse schnippelten, Tische dekorierten und den ersten Gästen, die sich schon bald einstellten, leckere Begrüßungsdrinks servierten. Natürlich auch alkoholfrei - davon überzeugte sich schnell die siebenjährige Merle, die mit ihrer Mutter eine der Ersten war, die sich im Garten des Ronald McDonald Hauses einfand. >Wann würde es denn endlich mit den gegrillten Würsten losgehen?>  Gesagt, getan. Die Kleine hatten riesigen Appetit, schließlich war sie erst am Morgen mit ihrer Mutter in Hamburg angekommen. Über den Abend kamen über 16 Eltern, die das leckere Essen, die Gemeinschaft und die Abwechslung vom Alltag genossen haben.

Aber es wurde auch an die gedacht, die nicht dabei sein konnten. Die Rotarier machten an diesem Abend alles möglich. Zum Beispiel für den Papa des dreieinhalbjährigen Nils, der sich einer aufwändigen onkologischen Behandlung unterziehen muss. Ein Elternteil von ihm ist immer durchgehend für siebenTage mit ihm auf Station und darf diese in dem Zeitraum aus Gründen des Infektionsschutzes nicht verlassen. Aber, er darf Überraschungen erhalten. Nachdem Nils Mutter zaghaft angfragte, ob sie ihrem Mann ein wenig des Grillgutes einpacken und auf die Station bringen dürfe, füllte das rotarische Team fleißig etliche Tupperdosen ab, die seine Frau nur wenig später bei der Stationsleitung ablieferte. Wahrscheinlich hatte so die ganze Station noch etwas von dem Verwöhn-Abendessen im Ronald McDonald Haus. 

Seit Anfang des Jahres hat der Club eine einjährige Patenschaft für ein Familienapartment in Höhe von 2.000 Euro übernommen und unterstützt die Einrichtung damit ganz wesentlich bei den laufenden Betriebskosten. Michaela Fischer-Zernin, Vorsitzende des Gemeindienstausschusses des Clubs über das auch praktische Engagement: >Der gemeinsame Grillabend mit den Familien der kranken Kinder war so berührend und wunderbar, lustig und traurig. Er hängt uns noch nach im positiven Sinne. Danke, dass wir Euch im Ronald McDonald Haus begleiten durften. Wir sind gerne wieder dabei.< 

Das gesamte Team des Ronald McDonald Hauses sagt herzlichen Dank für diesen wundervollen Abend. >Das, was allen Familien in Erinnerung bleibt<, so Carolin Cords, die das Elternhaus leitet, >ist das Gefühl, in einer schwierigen Situation nicht alleine zu sein. Nähe und Zuspruch spüren - auch das kann Glück sein. Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Mal!< 

07.07.22