MDK mdk-logo
Haus Köln
Unser
Ronald McDonald Haus und Oase
Köln

Der kleine tapfere Niclas

Wenn aus einem harmlosen Verdacht binnen weniger Stunden eine lebensbedrohliche Situation wird, dann ändert sich plötzlich alles. Als das jüngste von vier Kindern sich am 2. Weihnachtsfeiertag mehrfach übergibt, ahnt niemand, dass Niclas sich keinen Magen-Darm-Virus eingefangen hat, sondern ein 2,5cm großer Flummi in seinem Darm feststeckt.

Nach sieben Vollnarkosen und vier Operationen kann Niclas wieder lachen
Nach sieben Vollnarkosen und vier Operationen kann Niclas wieder lachen
Genau wie Mama Danica war Papa Marco immer an Niclas´ Seite.
Genau wie Mama Danica war Papa Marco immer an Niclas´ Seite.
Noch ein letztes Winken und dann darf Niclas endlich mit seiner Familie nach Hause!
Noch ein letztes Winken und dann darf Niclas endlich mit seiner Familie nach Hause!

Es ist völlig normal und unauffällig, wenn sich ein Kleinkind mal übergibt und ein bisschen quengelig ist. Auch für den Kinderarzt von Niclas ist das kein Grund zur Besorgnis und jeder von uns würde wohl davon ausgehen, dass er es in ein paar Tagen überstanden hat. Doch leider verschlechtert sich Niclas‘ Zustand immer weiter, so dass ihn seine Eltern noch in der Nacht ins Krankenhaus bringen müssen. Am nächsten Morgen bemerkt Mama Danica, dass Niclas aufgestoßen hatte und nach Stuhl riecht, er hat aber keinen Durchfall. Davon alarmiert ordnen die Ärzte einen Ultraschall an und erkennen: Niclas hat einen Titschball verschluckt, der nun im Darm feststeckt und wohl bereits für einen Darmverschluss gesorgt hat! Sofort wird er in das Kinderkrankenhaus Amsterdamer Straße in Riehl verlegt, wo er notoperiert werden muss. Bei der Operation kann der Flummi entfernt werden, doch durch den Kotstau sind Darmbakterien in seinen Körper gelangt, die zu einer Blutvergiftung geführt haben. Durch die mangelnde Durchblutung wurde auch ein Bein nicht mehr versorgt und die Ärzte wissen nicht, ob sie es noch retten können. Niclas wird in ein künstliches Koma versetzt und bekommt starke Medikamente. Von einen auf den anderen Moment bangen seine Mama, sein Papa und seine drei Geschwister um das Leben des erst 9 Monate alten Brüderchens. Zu diesem Zeitpunkt weiß niemand, ob Niclas die nächsten Stunden überleben wird.

Kämpfen für Niclas

Familie Brülls bekommt ein Apartment im benachbarten Ronald McDonald Haus, um immer ganz nah bei Niclas sein zu können. Viele Freunde, Bekannte und sogar Fremde unterstützen die Familie und bangen mit, denn Papa Marco hat die Facebookseite ein „Sprachrohr für Niclas“ ins Leben gerufen, um alle über den Gesundheitszustand zu informieren. Alle machen sich große Sorgen und schicken viele liebe Nachrichten. Niclas scheint dies und auch die Nähe zu seiner Familie zu spüren und erholt sich in den nächsten Tagen nach und nach. Trotzdem ist es für seine Eltern fast unerträglich, ihn ohne Bewusstsein und mit einem Beatmungsschlauch in der Nase zu sehen. Im Ronald McDonald Haus können sie sich zurückziehen und wieder Kraft tanken. Die Gemeinschaft zu anderen betroffenen Familien tröstet und auch die Möglichkeit, als ganze Familie zusammen zu sein, schenkt wieder neue Energie, die sie an Niclas weitergeben können. Nach drei langen Wochen im Koma wird Niclas endlich geweckt und erholt sich erstaunlich gut von den Operationen und den Medikamenten. Der Moment, in dem er das erste Mal wieder lacht, bleibt für alle ein unbeschreiblicher Moment des Glücks. Leider gibt es dann doch noch die schlimme Diagnose, dass Niclas´ Bein nicht mehr zu retten ist. Sein Unterschenkel muss amputiert werden, doch sein Knie kann glücklicherweise gerettet werden. Doch die Familie bleibt tapfer und Papa Marco schreibt auf seiner Facebookseite: „Soll der liebe Gott sich sein Beinchen nehmen, wenn er uns dafür das wichtigste überlässt. Wenn Niclas damit umgehen kann, dann können wir das auch.“

Ein kleines großes Wunder: Niclas darf nach Hause!

Nach 7 Vollnarkosen, 4 Operationen und 54 Tagen im Krankenhaus darf Niclas am 21. Februar endlich nach Hause. Zwar mit einer neuen Frisur, denn leider mussten ihm die Ärzte die Haare abschneiden, um die Haut des Schädels auf den Beinstumpf zu transplantieren, aber dafür gesund und mit seinem bezaubernden Lächeln auf den Lippen, das alle so an ihm lieben. Zum Abschied posiert Familie Brülls vollständig im Spielzimmer des Ronald McDonald Hauses und Niclas winkt fröhlich in die Kamera. Wir freuen uns wahnsinnig über den Ausgang dieser Geschichte, wünschen Familie Brülls von Herzen alles Gute und freuen uns auf ein Wiedersehen beim Sommerfest – dann wieder mit einer neuen schicken Frisur!

21.02.2018

Weitere Familiengeschichten

Als der kleine Joel sechs Wochen zu früh und mit einer verkürzten Harnröhre zur Welt kam, war für seine Eltern bereits klar, dass die kommenden Monate und Jahre nicht leicht werden würden: In mehreren Schritten sollte Joels Harnröhre verlängert werden. Während der geplanten Krankenhausaufenthalte...

Für das Weihnachtsfest daheim war bereits alles vorbereitet, und sogar die Taschen für die große Reise nach Peru waren schon gepackt. Doch dann passierte es: Der zweijährige Quentin aus Hürth verbrühte sich mit kochendem Wasser. Nach der Wundversorgung schickte der Kinderarzt die Familie wieder nach...

Die tapferen Zwillinge Eren und Eray haben nach ihrer viel zu frühen Geburt schon so viel durchmachen müssen: 14 Wochen haben sie in Krankenhäusern verbracht, mussten mehrere Not-OPs über sich ergehen lassen und waren tagelang voneinander getrennt. Endlich wieder zusammen war klar: Zuhause ist da,...

Bereits zwei längere Aufenthalte in der Kinderklinik hat Sanaa hinter sich, denn ihre zwei Kinder kamen jeweils zu früh zur Welt. Während der anstrengenden Monate waren ihr das Ronald McDonald Haus und die Oase eine große Hilfe. Dass sie etwas zurückgeben wollte, um ihre Dankbarkeit auszudrücken,...

Wenn aus einem harmlosen Verdacht binnen weniger Stunden eine lebensbedrohliche Situation wird, dann ändert sich plötzlich alles. Als das jüngste von vier Kindern sich am 2. Weihnachtsfeiertag mehrfach übergibt, ahnt niemand, dass Niclas sich keinen Magen-Darm-Virus eingefangen hat, sondern ein...

Die Ronald McDonald Oase ist ein Ort der Begegnung und des Austauschs. Das hat auch Drillingsmutter Mareike erlebt, als sie nach der Geburt ihrer Frühchen regelmäßig in die Oase kam, um dort in geborgener Atmosphäre ihre drei kleinen Raubkätzchen mit dem großen Bärenhunger zu versorgen. Denn für die...

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Akzeptieren