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Große Raubtierfütterung für Sophie, Leonie und Marie in der Oase

Die Ronald McDonald Oase ist ein Ort der Begegnung und des Austauschs. Das hat auch Drillingsmutter Mareike erlebt, als sie nach der Geburt ihrer Frühchen regelmäßig in die Oase kam, um dort in geborgener Atmosphäre ihre drei kleinen Raubkätzchen mit dem großen Bärenhunger zu versorgen. Denn für die Drillingsmädchen Sophie, Leonie und Marie lautete das Motto „Päppeln, päppeln, päppeln“.

Sophie, Leonie und Marie
Sophie, Leonie und Marie

Gerade hatte sich Mareike mit dem Gedanken angefreundet, Mutter von Zwillingen zu werden, da bekam sie die frohe Botschaft, noch einen weiteren Untermieter zu beherbergen: „Ehrlich gesagt war es für mich am Anfang der Schwangerschaft ein Schock, dass es plötzlich Drillinge werden sollten! Ich habe einige Wochen gebraucht, um das zu realisieren. Aber dann habe ich mich sehr darauf gefreut.“ Bis auf die anfängliche Übelkeit erlebte Mareike eine Traumschwangerschaft mit ihren drei Mädchen. „Natürlich habe ich mich über jede erreichte Woche gefreut“, berichtet sie. „Jede neue Stufe, wie das Fortschreiten der Lungenreife, war ein kleines Fest.“ Das angestrebte Ziel für die Geburt war die 30. Schwangerschaftswoche, um kein unnötiges Risiko einzugehen. „Als die kritische Zeit dann endlich rum war und wir es sogar bis zur 31. Schwangerschaftswoche geschafft haben, war ich unendlich erleichtert“, so Mareike. „Da ich schon sehr zeitig wusste, dass die Drillinge auf jeden Fall früher geholt werden, hatte ich einen psychologischen Vorteil gegenüber plötzlichen Frühchenmamas.“ Die junge Frau war deshalb schon gut darauf vorbereitet, als ihre drei Babys dann in der 31. Schwangerschaftswoche im Krankenhaus in Holweide per Kaiserschnitt geholt werden mussten.

Marie ging langsam die Kraft aus. Mit gerade einmal 790 Gramm Geburtsgewicht war sie auch die Kleinste. Während ihre Schwestern Sophie und Leonie schon kurz nach der Geburt auf die Frühchenstation der Kinderklinik an der Amsterdamer Straße verlegt werden konnten, musste die kleine Marie noch eine weitere Woche in Holweide bleiben. Der Transport wäre noch zu risikoreich gewesen. „Es war in der ersten Zeit sehr anstrengend, immer zwischen den Kliniken hin und her zu fahren“, erzählt Mareike. Deshalb war sie sehr erleichtert, als sie von einer anderen Mutter mit in die Ronald McDonald Oase genommen wurde. „Das Angebot in der Oase ist wirklich super. Man kommt einfach mal auf andere Gedanken und durch die farbenfrohe Gestaltung und die freundliche Atmosphäre hat man nicht das Gefühl, dass man im Krankenhaus ist.“

Die Oase als Ort der Begegnung und des Austausches

Da die Frühchenstation jeden Mittag von 13-14 Uhr schließt, kam die Drillingsmutter jeden Mittag in die Oase. Dabei kam sie ganz automatisch ins Gespräch mit anderen Müttern von Frühchen: „Der Austausch mit  anderen, die in einer ähnlichen Situation waren, hat mir sehr gut getan. Wir haben uns in der Zeit jeden Tag in der Oase getroffen, zusammen gegessen und viel gelacht. Die Stimmung war einfach gut und wir waren für einen Moment einfach mal raus aus dem Krankenhausthema.“ Und so kam es gar nicht selten vor, dass ein Pizzabote mit sechs Pizzakartons für sechs hungrige Mamas in der Oase stand. „Wir haben eine WhatsApp Gruppe gegründet und dadurch sogar bis heute den Kontakt gehalten“, erzählt Mareike.

Sophie und Leonie durften gut fünf Wochen nach der Geburt nach Hause. Die kleine Marie jedoch musste noch weitere drei Wochen im Krankenhaus bleiben. Während dieser Zeit durften die zwei großen Schwestern sogar mit auf die Frühchenstation, aber in der Mittagspause zwischen 13 und 14 Uhr mussten sie natürlich die Station verlassen.

Die Oase als Ort der Ruhe und Geborgenheit 

„Wir wohnen nur eine halbe Stunde von der Klinik entfernt, doch für die eine Stunde nach Hause zu fahren, hätte sich nicht gelohnt“, meint Mareike. „Die Oase war für mich also eine super Hilfe. Ich hätte sonst nicht gewusst, wo ich in der Mittagszeit mit der hungrigen Meute hätte hingehen sollen.“ In der Oase konnte Mareike die zwei „Großen“ jeden Tag während der Mittagspause versorgen und ihnen in einer geborgenen Umgebung ihre Fläschchen geben.Auch als Marie nach drei Wochen endlich aus dem Krankenhaus entlassen wurde und das Mädchentrio zu Hause komplettierte, musste die Familie noch weiterhin zu regelmäßigen Kontrollterminen in die Kinderklinik. „Zum Glück war unsere Situation nie wirklich lebensbedrohlich. Bei uns hieß es nach der frühen Geburt einfach immer nur päppeln, päppeln, päppeln“, lacht Mareike. Deshalb wird die Oase bei den mittlerweile nur noch halbjährlichen Kontrollterminen auch immer angesteuert zur großen Raubtierfütterung! Und wenn die drei Raubkätzchen dann satt und zufrieden in ihrem Kinderwagen ein Mittagsschläfchen machen, gönnt sich Mareike eine kleine Auszeit und sendet einen Gruß an die anderen Mütter in ihrer WhatsApp Gruppe: „Heute wieder im Krankenhaus, trinke gerade einen Latte Macchiato, vermisse euch.“

Wir wünschen der Familie weiterhin alles Gute und freuen uns immer über ihren Besuch! 

17.10.2017

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