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Ronald McDonald Haus
Mainz

Es gibt ihn wirklich - den Schutzengel!

Lukas feiert seit Sommer 2019 zweimal im Jahr seinen Geburtstag, denn er hatte bei einem schweren Fahrradunfall sehr viel Glück im Unglück.

Lukas hatte viel Glück im Unglück
Lukas in der Reha
Lukas mit seinen Geschwistern

Lukas ist 13 Jahre alt, spielt gerne Fußball und unternimmt viel mit seiner Familie. Kurz vor den Sommerferien war er mit seiner jüngeren Schwester Carlotta auf dem Weg ins Schwimmbad. Die beiden Kinder waren mit ihren Fahrrädern unterwegs und wollten sich gleich im nahegelegenen Freibad mit ihren Freunden treffen. Doch auf dem Weg dorthin passierte der schreckliche Unfall, den Lukas schwer verletzt überlebte: Als Lukas, der vor seiner Schwester herfuhr, die Straße überqueren wollte, kam plötzlich ein PKW mit hoher Geschwindigkeit und erfasste den Jungen, so dass er 30 Meter durch die Luft geschleudert wurde, bevor er am Straßenrand liegen blieb.

Carlotta, die alles mit ansehen musste, handelte für ihre 10 Jahre sehr überlegt und rief sofort zu Hause ihre Mama an. Auch der Rettungswagen war schon von umsichtigen Passanten alarmiert worden und nur kurze Zeit später am Unfallort. Lukas war nicht ansprechbar und wurde nach der Erstversorgung sofort in die Uniklinik nach Mainz geflogen. Zu einem gebrochenen Arm, einem Beckenbruch und einem stark lädierten Knie kamen Kopfverletzungen, deren Schwere noch nicht absehbar war. Lukas lag im Koma auf der Kinderintensivstation der Uniklinik Mainz, wo sich Ärzte und Schwestern um ihn bemühten. Doch zunächst hieß es abwarten. Die Brüche konnten alle gut versorgt werden. Aber die Frage war, wie sehr ihn die Kopfverletzungen beeinträchtigen würden, wenn er aufwachte.

Christine B., Lukas Mama, ist selbst Kinderärztin und wusste, dass ihr Sohn quasi alles oder nichts zurückbehalten konnte. Es blieb abzuwarten. Da die Familie knapp 50 Kilometer entfernt wohnte, nutzte sie das Angebot der McDonald’s Kinderhilfe Stiftung und zog für die Dauer von Lukas Behandlung in das gegenüberliegende Ronald McDonald Haus ein. So war Christine B. immer ganz in der Nähe und erlebte mit, wie Lukas auf kleinste Stressmomente, erzeugt durch medizinische Maßnahmen, reagierte. Auch als er wieder aus dem Koma erwachte, war sie an seiner Seite und erlebte hautnah, dass er bei klarem Verstand war. Ein Wunder, wenn man bedenkt, wie schwer der Unfall war. Nun musste Lukas geduldig sein, er erholte sich langsam, war jedoch durch die vielen Verletzungen nicht mobil. Bis zum Beginn einer Reha blieb Lukas in der Klinik und seine Familie besuchte ihn so oft es ging. 

"Wir haben Glück im Unglück gehabt, alles hätte viel, viel schlimmer ausgehen können! Glücklicherweise hatte Lukas den Fahrradhelm auf dem Kopf und einen Schutzengel an seiner Seite! Der First Responder und das ganze Rettungsteam haben eine sehr gute Erstversorgung geleistet, wodurch sicher Schlimmeres verhindert werden konnte.Auch dass wir hier wohnen durften und so quasi rund um die Uhr bei Lukas sein konnten, war ein Segen", sagte Christine B. "Wir  durften hier unsere Sorgen teilen, zur Ruhe kommen und Kraft tanken. Gerne stellen wir in unserem Heimatort drei Spendenhäuschen für das Mainzer Elternhaus auf, um so Spenden zu sammeln, damit auch andere Familien in einer Notsituation auf eine so tolle Einrichtung zurückgreifen können."

Lukas hat mittlerweile die Reha hinter sich, kann schon wieder ohne Krücken laufen und geht auch wieder zur Schule. Nur mit dem Fußball spielen wird es zu seinem Ärger noch ein wenig dauern. Dafür feiert er jetzt zwei Mal im Jahr Geburtstag – es kommt halt immer darauf an, was man aus einer Situation macht!

14.11.2019

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