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Sofiia kehrt ins Leben zurück!

Seit Mitte September 2017 wohnte die Familie von Sofiia bei uns im Elternhaus. Die Zwölfjährige verunglückte in der Ukraine schwer und wurde nun in der Kinderchirurgie der Uniklinik Mainz behandelt mit dem Ziel, irgendwann wieder alleine laufen zu können.

Sofia und ihre Eltern
Sofia kehrt in das Leben zurück
Sofia kehrt in das Leben zurück
Sofia kehrt in das Leben zurück

Bei ihrer Anreise hier in Mainz saß das hübsche, dunkelhaarige Mädchen noch im Rollstuhl und konnte nicht laufen. Was war passiert? Anfang April war Sofiia auf dem Heimweg von der Schule, als sie von einem Auto erfasst und lebensgefährlich verletzt wurde. In der Ukraine wurde ein schweres Schädel-Hirn-Trauma festgestellt, beide Oberschenkel waren gebrochen und es ging zunächst nur darum, das Leben des Kindes zu retten.

Fünf Tage lag sie im Koma und war danach noch fast zweieinhalb Monate bewusstlos. Es sah nicht gut für Sofiia aus, die Ärzte in der Ukraine sahen kaum eine Chance für sie, denn ihre Hirnsubstanz war stark beschädigt. Sogar sprechen und schlucken mußte sie neu erlernen. Sofiias Eltern waren verzweifelt und wandten sich an Professor Hansjürgen Doss, Honorarkonsul der Ukraine und Präsident der Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft, der zuvor schon zwei andere Kinder zur Behandlung an die Mainzer Kinderchirurgie vermittelt hatte. Als er Professor Muensterer und Dr. Schwind den Fall vorstellte, zögerten die beiden nicht lange und nahmen sich dieses neuen Falles an. Die Versorgung der Oberschenkelbrüche lief in der ukrainischen Klinik eher unglücklich. Es wurden Implantate verwendet, die eigentlich für Erwachsene, nicht aber für Kinder geeignet waren, so dass diese nicht richtig passten. Der zu große Nagel, mit dem die Brüche fixiert worden waren, rieb am Beckenknochen und so war es unmöglich, Sofiia zu mobilisieren. 

In einer Operation wurden die Nägel entfernt und durch passende Implantate ersetzt. Weil Sofiias Knochen durch die fehlende Stabilität der Nägel schief zusammengewachsen waren, wurde außerdem ein Stück Knochen aus dem rechten Schienbeinkopf in den linken Oberschenkel transplantiert. Die Ärzte waren optimistisch, dass Sofiia dadurch wieder auf ihren Beinen würde stehen können. Und so war es. Kurz nach der Operation versuchte Sofiia mit Hilfe ihrer Eltern, wieder zu stehen und konnte schließlich sogar mit Unterstützung alleine laufen. Sehr langsam und vorsichtig, aber endlich nicht mehr auf den Rollstuhl angewiesen! Ein toller Fortschritt. 
 
Insgesamt vier Monate lebte Sofiia mit ihren Eltern im Mainzer Elternhaus und arbeitete fleißig an ihrer Genesung. Sobald die Narben verheilt sind, steht Physiotherapie und Reha auf dem Programm, damit Sofiia so bald wie möglich wieder gut laufen kann. Ihre Eltern sind überglücklich und unterstützen den Genesungsprozess nach allen Kräften. Auch Professor Hansjürgen Doss schaute regelmäßig im Mainzer Elternhaus nach seinem kleinen Schützling und versuchte, dort zu helfen, wo es nötig ist. 

Auf die Frage, was ihn antreibt, schaut Herr Doss verschmitzt. “Wissen Sie,” sagte er, “ich werde oft gefragt, warum ich mich um einzelne Kinder kümmere. Ich denke da gerne an Oskar Schindler, der so viele Leben im zweiten Weltkrieg gerettet hat und zitiere den Talmud, in dem es heißt: Wer ein einziges Leben rettet, rettet die ganze Welt. Das ist mein Antrieb und so lange ich das noch kann, mache ich das.”

12.03.2018

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