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Ronald McDonald Haus
Mainz

Wenn plötzlich die Welt still steht…

Weihnachten unterm Christbaum? Nicht für Constantin und seine Eltern, denn es kam alles ganz anders als gedacht.

Constantin wickelt mit seinem Charme alle um den Finger
Wer ist süßer?
In der Kinderklinik wird auch gemalt
Und mit dem Papa ist es immer lustig

Es ging alles ganz schnell, als Constantin mit Verdacht auf Blinddarmentzündung kurz vor Weihnachten in die Kinderklinik der Uni Mainz eingeliefert wurde. Schnell war klar, dass der entzündete Blinddarm in Wahrheit ein Lymphom, also eine Krebserkrankung, ist. Der fidele Dreijährige war plötzlich schwer krank und musste Weihnachten auf der Kinderintensivstation verbringen. Kritische Tage vergingen, die Weihnachtszeit rückte dabei in den Hintergrund. Zum Glück schlug die eingeleitete Chemotherapie gut an, so dass die kleine Familie zwar nicht zusammen Weihnachten feiern konnte, doch wenigstens abwechselnd durften Mama und Papa zu ihrem Sohn ans Krankenbett. Die Pandemie erforderte strenge Regeln und auch für schwer kranke Kinder sind keine Ausnahmen möglich. 
Doch das nehmen Constantins Eltern Veronica und Daniel gerne in Kauf. Für sie ist das Wichtigste, dass ihr Kleiner wieder gesund wird. Und die Chancen stehen gut, Constantin geht es von Tag zu Tag besser.
>>Im ersten Moment steht die Welt still, man begreift gar nicht sofort, was eigentlich gerade passiert<<, beschreibt Daniel die Situation, in der sie sich plötzlich befanden. 
>>Von Freunden wussten wir vom Mainzer Ronald McDonald Haus, sie sind zum Teil ehrenamtlich hier engagiert und so lag es nahe, dass wir uns nach einem Apartment erkundigten, um so nah wie möglich bei Constantin zu sein. Wir kommen zwar aus dem Mainzer Umland, aber wenn man so unter Strom steht, ist es besser, sich nicht mehr ans Steuer zu setzen. Und glücklicherweise war ein Apartment frei und wir konnten direkt einziehen. Nun wechseln wir uns bei Constantin am Krankenbett ab und haben im Elternhaus andere betroffene Eltern kennen gelernt, mit denen wir uns gut verstanden haben. So waren Weihnachten und auch Silvester dann doch nicht ganz so einsam wie befürchtet, denn wir konnten wenigstens zum Abendessen mit Abstand miteinander anstoßen und uns austauschen. Überhaupt haben wir in dieser für uns extremen Situation auch sehr viele schöne, berührende Erfahrungen gemacht. Freunde gaben immer wieder kleine Aufmerksamkeiten für uns ab oder sendeten uns etwas zu und auch das Team des Ronald McDonald Hauses hat sich unheimlich bemüht, uns Weihnachten und Silvester festlich zu gestalten. Dafür sind wir sehr dankbar!<<, so Daniel.

Nun bleibt Constantin noch eine Weile in Behandlung und darf hoffentlich bald nach Hause. Wir wünschen der Familie alles Gute und drücken die Daumen für eine baldige Genesung.

01.03.2021