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Unser
Ronald McDonald Haus
München-Großhadern

Ein mutiges Dreiergespann

Den Namen Filomena – Freundin des Mutes – haben die Eltern der kleinen Patientin richtig gewählt, denn Mut braucht der süße Nachwuchs der Familie auf jeden Fall. Doch gemeinsam schaffen sie alles, das haben sie in den letzten Monaten schon bewiesen.

Filomena und ihre Mama: Nähe hilft!
Alles Gute, kleine Filomena!

"Als wir erfuhren, dass wir Eltern werden würden, freuten wir uns riesig, und bis zum zweiten großen Ultraschall waren keine Auffälligkeiten zu sehen. Doch dann schickte uns die Frauenärztin zu einem speziellen Arzt, weil ihr etwas aufgefallen war. Wir fuhren dorthin, sie machten einen ausgiebigen Ultraschall und daraufhin folgte der große Schock: Unser Kind sei schwer krank, hieß es. Wir gingen zu weiteren Spezialisten, doch jeder stellte eine Auffälligkeit am Herzen fest und wir wurden für die Geburt ins Klinikum Großhadern überwiesen. 

Für uns brach eine Welt zusammen. Warum unser Kind? Wir fuhren während der restlichen Schwangerschaft mehrmals nach Großhadern zu verschiedenen Untersuchungen und sprachen vorweg mit den Ärzten, um Filomenas Krankheit zu verstehen und uns bestmöglich darauf vorzubereiten. Für uns waren diese Gespräche sehr hilfreich, denn unsere Sorgen waren zwar immer noch präsent, aber wir wussten, wir befinden uns in den besten Händen, und waren somit ein wenig beruhigter. 

Filomena Teresa kam am 19. August 2019 per Kaiserschnitt auf die Welt und wurde sofort verlegt, um weitere Untersuchungen vornehmen zu können. Der vorweg diagnostizierte Herzfehler, das sogenannte hypoplastische Rechtsherz, bestätigte sich. Zum Glück ging es unserer kleinen Prinzessin verhältnismäßig sehr gut und wir waren so dankbar, sie Stunden später endlich das erste Mal auf den Arm nehmen zu dürfen. Am 16. Lebenstag wurde sie erstmals am Herzen operiert. Ein paar Tage später folgte eine Not-OP, weil unser Baby eine schwere Infektion bekommen hatte, die sich auf den Dickdarm geschlagen hatte. Dies verursachte eine extreme Entzündung, sodass ein künstlicher Ausgang unumgänglich war.

Dann endlich – nach genau sechs Wochen Krankenhausaufenthalt – durften wir vorerst nach Hause und genossen die Zeit zu dritt sehr. Nach weiteren sechs Wochen fuhren wir wieder zur Untersuchung nach München und die Ärzte stellten glücklicherweise fest, dass sich der Darm erholt hatte und in zwei Schritten wieder rückverlagert werden konnte. Diese Operationen wurden nach und nach durchgeführt und verliefen zum Glück ohne Komplikationen, worüber wir immens froh waren. Filomena hat innerhalb der ersten viereinhalb Lebensmonate vier schwere OPs hinter sich gebracht. Trotzdem lächelt sie und es geht ihr sehr gut. Wir sind sehr stolz, so eine tapfere Kämpferin zu haben. 

Aber am wichtigsten war, dass wir während dieser Zeit zusammenbleiben konnten und auch Papa immer bei uns sein konnte, denn wir brauchten ihn so sehr an unserer Seite. Ohne ihn wäre dieser Weg für uns undenkbar gewesen und wir sind unendlich dankbar, dieses Zuhause auf Zeit während unserer Krankenhausaufenthalte nutzen zu dürfen. Genauso froh sind wir über die Kontakte, die wir im Ronald McDonald Haus knüpfen konnten, denn der Austausch mit den Familien und die Hilfe untereinander sind in dieser schweren Zeit ebenso wichtig. 

Deshalb haben auch wir daheim ein Spendenhäuschen aufgestellt und möchten uns bei jedem Einzelnen bedanken, der das Ronald McDonald Haus ebenfalls unterstützt und es somit möglich macht, dass Eltern ihren schwer kranken Kindern ganz nah sein können."

20.04.20

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