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Unser
Ronald McDonald Haus
Oldenburg

Wir sagen Tschüss - und nicht Auf Wiedersehen!

Taavi, Marta, Freja, Antonia und Lamen haben eines gemeinsam: Sie sind alle als Frühchen geboren und durften nach 14, 64 und 98 Tagen nach Hause. Wir sagen Tschüss und wünschen Euch alles Gute. 

Marta, Freja und Antonia
Taavi mit seinen Eltern
Die Muttis von den Drillingen freuen sich.
Lamens Familie

Taavi hat es am schnellsten geschafft. Er musste nur kurz im Krankenhaus beobachtet werden, bis er mit seinen Eltern nach Hause durfte. 

Etwas aufregender und länger war es bei Marta, Freja und Antonia, die als Drillinge zur Welt kamen. Am schönsten war der Moment, als die Mama alle drei das erste Mal im Arm halten durfte. Welch ein Dreierglück. 

Lamen wurde sehr früh geboren und war bei seiner Geburt sehr klein. Genau 14 Wochen oder 98 Tage wohnte die Familie bei uns im Ronald McDonald Haus. Viele Feiertage, den Jahreswechsel, viele Kleinigkeiten, die die Zeit für die Familien verschönern soll, hat die Familie im Elternhaus erlebt. Lamen war schon 10 Wochen auf der Welt, erst dann durfte seine große Schwester Julia ihren kleinen Bruder das erste Mal persönlich sehen und im Arm halten. Die vielen Wochen vorher war dies nur über Fotos und Filme möglich, weil Julia aufgrund der Pandemie nicht als Besucherin in die Kinderklinik durfte. So aufgeregt war Julia, bis der Zeitpunkt endlich gekommen war. Stolz zeigte sie uns die Fotos mit ihrem Bruder auf dem Arm. 

Die Familien, die im Elternhaus in einem Apartment wohnen, erleben immer eine aufregende Zeit, dabei ist es egal, ob sie bei uns für eine oder zehn Wochen wohnen, es ist immer aufregend und anstrengend. Nicht umsonst sind die Kinder im Krankenhaus in Behandlung, manche Therapien sind erfolgreich, manchmal müssen Therapien geändert oder es muss ein ganz anderer Weg eingeschlagen werden. Oft liegen die Nerven blank, die Eltern fühlen sich müde und sind traurig. Da ist es gut, wenn der Partner an der Seite ist, die Familien ganz nah zum Krankenhaus wohnen dürfen und auch die Geschwisterkinder in der Nähe sind. 

Der Tag der Abreise ist immer ein ganz besonderer. Es wird gepackt, geputzt, sortiert und Tschüss gesagt. Viele Freundschaften entstehen unter den Familien und alle freuen sich für die Familie, die nach Hause darf. >Wir sagen lieber Tschüss und nicht Auf Wiedersehen. Und wenn wir uns wiedersehen, dann nur zu Besuch oder zum Sommerfest<, so sagen es viele Familien bei ihrer Abreise. Wir können diesen Abschiedsgruß sehr gut verstehen, denn wir gestalten hier ein >Zuhause auf Zeit<, die Familien fühlen sich für diese Zeit wohl bei uns. Doch jeder kennt es, im eigenen Zuhause, in den eigenen vier Wänden ist es doch am schönsten. Und wenn dann noch alle gesund sind, dann ist es das größte Geschenk. 

Wir wünschen Taavi, Marta, Freja, Antonia und Lamen mit ihren Familien alles Gute für ihr gemeinsames Leben. Viele schöne Momente, viele fröhliche Begegnungen und viele tolle Freunde zum Spielen. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen zum Sommerfest oder nur zu Besuch. 

17.02.22