Wenn aus Fremden Freunde fürs Leben werden – Ronald McDonald Haus Tübingen
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Tübingen

Wenn aus Fremden Freunde fürs Leben werden

Als Dylan mit seiner Familie vor eineinhalb Jahren nach Tübingen kam, hatte er schon einen langen Krankheitsweg samt der erschütternden Diagnose Hepatoblastom hinter sich. Die erste Therapie war erfolgreich verlaufen und alles schien sich positiv zu entwickeln. Doch dann der Rückschlag: die Krankheit kam zurück.

Gerade noch rechtzeitig angekommen und montiert: Dylan darf die neue Glocke einweihen. Zur Verabschiedung haben sich zahlreiche Familien und Ehrenamtliche im Haus eingefunden.
Nach 418 Tagen ist es so weit: Dylan und seine Eltern dürfen endlich nach Hause. Alles Gute!
Ein bisschen Alltag und Normalität: Vater und Sohn kochen gemeinsam.
Auch wir sagen Danke. Die gemeinsame Zeit mit Dylans Familie war bereichernd und ermutigend.

Die erneute Behandlung schlägt nicht an, eine Operation ist unmöglich. Dylans Familie steht vor dem Ende. Doch dann tut sich ein Ausweg auf: Mehrere hochspezialisierte Ärzte suchen nach einer Lösung, um Dylans Leben zu retten, und wagen eine Operation, die so weltweit noch nie durchgeführt wurde. Es folgt ein Jahr, in dem sich Höhen und Tiefen abwechseln und die Ungewissheit, wie es weiter gehen wird, ständiger Begleiter ist.

Während all dieser Zeit wohnt die Familie im Ronald McDonald Haus Tübingen und erobert mit ihrer Offenheit und Wärme schnell alle Herzen. Das Haus wird für sie zu einem Stück Heimat. >Wir haben hier Freunde fürs Leben gefunden<, sagt die Familie. >Man lebt zusammen und hilft einander, oft nur mit Kleinigkeiten, die aber Großes bewirken. Es entsteht Vertrauen.<

Und das nicht nur zwischen den Eltern. Eine bunte Gruppe ganz unterschiedlicher Kinder findet sich im Haus zusammen und spielt miteinander: schwer kranke Kinder und gesunde Geschwisterkinder, Kinder verschiedenen Alters und unterschiedlicher Herkunft. Alle profitieren voneinander. Vor allem die Anwesenheit seines älteren Bruders gibt Dylan viel Kraft.

Highlights für Groß und Klein sind das gemeinsame Frühstück und die Verwöhn-Abende: >Man wurde wirklich verwöhnt und bekam dadurch neue Kraft. Das Wichtigste sind dabei die Menschen, die mit ihrem Engagement dem Haus eine Seele geben und immer ein offenes Ohr haben.<

Mit ihrer Geschichte wollen Dylan und seine Familie anderen Familien Mut machen und ihnen zeigen, dass ein vermeintliches Ende nicht das Ende sein muss, und dass sich durch Gemeinschaft, Nähe und gegenseitige Unterstützung auch Zeiten größter Not überstehen lassen und am Ende sogar etwas Positives bestehen bleibt: Freunde fürs Leben.