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Haus München-Herzzentrum
Unser
Ronald McDonald Haus
München-Herzzentrum

Wir beweisen Gemeinschaftssinn durch Abstand

Außergewöhnliche Zeiten brauchen außergewöhnliche Maßnahmen. Bis vor zwei Wochen war es eine Selbstverständlichkeit aus tiefster Überzeugung, ein offenes, mit Leben gefülltes Haus zu sein. In Zeiten der schnellen Ausbreitung von COVID-19 mussten auch wir viele Vorkehrungen treffen, um uns und vor allem die kleinen Patienten bestmöglichst zu schützen.

Gartenarbeit an der frischen Luft lenkt ab
Spielen mit Abstand
Gemeinschaft mit Abstand
Viel Raum in unserem Essbereich

Uns haben in den vergangenen Tagen viele Anrufe und Mails erreicht. Wir schätzen es sehr, dass Sie alle, trotz dieser schwierigen, nie dagewesenen Situation, an uns denken. Viele von Ihnen fragen sich, wie kann denn ein Leben in diesen speziellen Zeiten im Ronald McDonald Haus überhaupt funktionieren?

Unser Haus ist nach wie vor gut belegt. Die im Haus lebenden Familien müssen sich an strenge Hygieneregeln halten, wir desinfizieren alles, wo immer es geht, Besuch wird derzeit nicht gestattet. Wer sich im Risikogebieten aufgehalten hat oder als Kontaktperson gilt hat keinen Zugang und kann nicht einziehen. Auch bitten wir die neu ankommenden Familien nur in Ausnahmesituationen Geschwisterkinder mit zu bringen, um die Patientenkinder, die derzeit im Haus sind, zu schützen.

Um die Abstände einzuhalten haben wir die Sitzgruppen verkleinert und die Eltern wissen, dass sie sich in der Küche und den Gemeinschaftsräumen nur mit der eigenen Familie aufhalten dürfen – alles Dinge, die Sie alle auch gut in Ihrem eigenen Umfeld in den letzten zwei Wochen kennen gelernt haben.

Das schwierigste für alle Bewohner ist in dieser Situation sicherlich, dass alle Verwöhn-Angebote ausfallen. Keine Wochenhighlights, wie Abendessen, Frühstück oder gar Stationskaffee. Externe Gruppen dürfen seit zwei Wochen nicht mehr ins Haus und unsere ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bleiben seit letzter Woche zuhause und unterstützen uns von dort aus. Wie sieht das konkret aus? Einige Ehrenamtliche bringen kleine Kuchen oder Muffins für die Familien und übergeben uns diese an der Tür, andere holen sich Bastelmaterial und bereiten schon mal die Osternester vor oder bringen frische Blumen für die Tische im Haus.

Unsere Familien schlagen sich ganz tapfer, sie können aufgrund der derzeitigen Situation nur eingeschränkt zu den Kindern. Die freie Zeit wird Dank des guten Wetters im Garten in weit voneinander entfernten Liegestühlen oder bei ein wenig Gartenarbeit verbracht. Die Kinder werden mit Spielen, die möglichst viel Distanz bieten, beschäftigt. Wie Sie zu Hause dürfen auch wir dabei unsere ganze Kreativität ausleben. Das klappt in dieser kleinen, abgeschotteten Gemeinschaft wirklich sehr gut. Wir üben uns Tag für Tag in >Gemeinschaft mit Abstand< und sind stolz, dass dies, Dank der Mithilfe aller, so prima klappt.

Und dennoch freuen wir uns darauf, hoffentlich ganz bald unsere Türen wieder weit zu öffnen und Sie alle gesund wiederzusehen. Schön, dass Sie an unserer Seite bleiben.

23.03.2020