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Unser
Ronald McDonald Haus
München-Großhadern

Maxes Herzal G'schicht

Die Eltern des kleinen Maximilian waren im vergangenen Jahr zweimal im Ronald McDonald Haus untergebracht, da er schwer herzkrank war. Heute geht es dem kleinen Kämpfer gut und er erzählt hier (mithilfe seiner Mama) seine Geschichte.

Endlich wieder Zuhause mit Mama und Papa
Maxe während seiner Behandlung zu Besuch im Ronald McDonald Haus

>Hallo, ich bin Maximilian. Ich bin im November 2019 in Niederbayern geboren und möchte Euch ein bisschen was über mich erzählen. Seit meiner Geburt im November 2019 entwickelte ich mich super. Anfang April 2020 ging meine Mama mit mir zum Arzt, weil mit mir etwas nicht stimmte. Es stellte sich heraus, dass ich schwer herzkrank bin und dazu ein Lungenödem habe. Ich wurde umgehend in das Universitätsklinikum Großhadern gebracht und kurze Zeit später operiert.

Meine OP dauerte 9 Stunden. Bei der Narkoseeinleitung wurde ich reanimationspflichtig. Die Ärzte entschieden in letzter Minute, mich noch zu operieren. Doch mein Herz schaffte es nach der Operation ohne Herz-Lungen-Maschine nicht mehr. Es stand sehr kritisch um mich.

Die nächsten Tage überschlugen sich die Ereignisse. Meine Nieren arbeiteten nicht mehr und ich brauchte eine Dialyse. Kurz darauf musste ich in der Nacht erneut zwei Minuten reanimiert werden. Danach arbeitete mein Darm nicht mehr und mir wurde notfallmäßig auf der Intensivstation ein künstlicher Darmausgang gelegt. Meine Eltern wurden vom Oberarzt gefragt, ob sie mich bei erneuter Verschlechterung nochmals reanimieren und gegebenenfalls wieder an die Herz-Lungen-Maschine schließen sollten.

Doch meine Eltern gaben mich nicht auf! Ich kämpfte nach diesem Gespräch erst richtig! Meine Nieren begannen wieder zu arbeiten und nach 25 langen Tagen durfte mich Mama zum ersten Mal wieder im Arm halten.

Die nächsten Tage und Wochen ging es mir immer besser. Herz, Darm, Nieren und Lunge erholten sich langsam. Mitte Mai musste ich endlich nicht mehr beatmet werden und nicht mehr auf der Intensivstation liegen. Kurze Zeit später wurde ich in ein Krankenhaus in die Nähe meiner Heimat verlegt, wo ich mich weiter erholte. Nur der künstliche Darmausgang machte mir immer wieder Probleme.

Wegen Herzrhythmusstörungen musste ich Mitte Juni erneut auf die Intensivstation und wurde mit dem Hubschrauber wieder nach Großhadern notverlegt. Dort wurde ich super versorgt und nach ein paar Tagen konnte sogar mein künstlicher Darmausgang erfolgreich zurückverlegt werden.

Schließlich ging es mir so gut, dass ich Anfang Juli nach 91 Tagen Krankenhaus mit meinen Eltern endlich wieder nach Hause durfte.

Jetzt haben wir Februar 2021. Es ist noch kein Jahr vergangen seit meiner schlimmen Diagnose und trotzdem geht es mir richtig gut. Mein Herz erholt sich und die Ärzte sind sehr zufrieden mit meinen Fortschritten. Ansonsten mache ich alles was Kinder in meinem Alter auch so machen. Ich habe die Kraft. Ich habe mich ins Leben zurückgekämpft.

Danke, dass meine Eltern vom Ronald McDonald Haus München-Großhadern in der schweren Zeit meiner Erkrankung Unterstützung erfahren durften. Sie konnten dank dieser tollen Einrichtung immer in meiner Nähe sein und neue Kraft für mich tanken. Denn Kinder brauchen ihre Eltern in solch belastenden Situationen noch viel mehr. Danke, dass es Euch gibt.<

12.05.2021