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Berlin-Buch

Glück im Unglück

Manchmal ist es nur ein kurzer Augenblick, der alles auf den Kopf stellt. Mika hatte wirklich großes Glück im Unglück und hat allen gezeigt , dass man schnell wieder auf den Beinen stehen kann, auch wenn dies keiner vermutet.

Immer ein Lächeln - Mika haut so leicht nichts um
Die Spielecke hat Mika sehr schnell erobert

Genau 20 Tage nach seinem 2. Geburtstag stürzte der kleine Mika zu Hause eine Treppe hinunter. Ein Horror für alle Eltern. Mika hatte starke Schmerzen am Mund, am Auge und im Gesicht. Die Eltern fuhren unverzüglich in die Rettungsstelle. Schnell wurde klar, dass sich Mika eine Schädelfraktur bei dem Sturz zugezogen hat. Außerdem hat ein Hämatom am Auge auf den Sehnerv gedrückt, was dringend operativ behandelt werden musste. Auch der Cut zwischen Mund und Nase musste genäht werden. Anschließend ging es für Mika für einen Tag auf die Kinder-Intensivstation. Mama Maren, Papa Marcus, die 5-jährige Schwester Milla Elisa und die 9-jährige Schwester Muriella bangten um Mika und hatten große Angst, dass er bleibende Schäden behalten könnte.

Mika, der Menschen schnell in seinen Bann ziehen kann, jeden mit einem süßen >Hallo< begrüßt und mit einem >Tschüss< winkend verabschiedet, hat jedoch bewiesen, dass ihn so schnell nichts aus der Bahn wirft. 2 Tage nach der OP spielte Mika bereits und schien sehr glücklich. >Mika ist ein Sonnenschein und Kämpfer und war sooo tapfer!<, sagt Mama Maren. 3 Tage später wurde der Krankenhausflur unsicher gemacht und es wurde mit Mama Fußball gespielt. Die Krankenschwestern und HNO-Ärzte waren durchaus überrascht von der Mobilität des kleinen Mikas nach so kurzer Zeit.

Am 4. Tag nach der OP konnte der Verband vom Auge abgemacht werden und Mika durfte erstmalig mit Mama die Station zum Spazierengehen verlassen. Vor der Oase blieb sie stehen und schaute zur Tür herein. >Wir suchen eine Möglichkeit zum Spielen!<, sagte Mama Maren. Na nichts einfacher als das – hereinspaziert! Mika marschierte sofort in die Spielzeugecke und entdeckte die vielen Autos, das Bobby Car und die Spielküche. >Wir wurden so herzlich und liebevoll von Franzi empfangen. Hier hatte man ein offenes Ohr und wir fühlten uns sofort pudelwohl. Mika hat sich so über die Abwechslung gefreut. Hier konnte ich Mika mit weniger Angst spielen lassen und mal in Ruhe einen Kaffee oder Tee trinken. Uns wurde ein selbstgebackener Kuchen angeboten. Ich dachte, dass ist verrückt! Das es so etwas gibt, ist Gold wert. Die Oase ist so liebevoll eingerichtet und jeder findet sofort etwas zum Spielen.<, so Mama Maren. Bis zur Entlassung nutzten der kleine Kämpfer Mika nebst Mama jede behandlungsfreie Minute, um die Zeit in der Oase zu verbringen. Es brauchte immer viel Überzeugungsarbeit, um Mika von dem Bobby Car in seinen Kinderwagen zu setzen, wenn es wieder auf Station ging.

Genau eine Woche nach dem Unfall durften Mika und Mama Maren wieder nach Hause. >Wir werden erst einmal noch vorsichtig sein und überall potenzielle Gefahrenquellen sehen. Ein Treppengitter an besagter Treppe ist bereits montiert.<, sagt Mama. Es ist auch weiterhin noch Vorsicht geboten, denn Mika darf noch nicht so wild sein, wie er vielleicht möchte. Das Abheilen der Schädelfraktur dauert bis zu 6 Wochen.

Mika hatte Glück im Unglück und hat allen gezeigt hat, dass man schnell wieder auf den Beinen stehen kann, auch wenn dies keiner vermutet. Wir wünschen dem kleinen Mika und seiner Familie alles erdenklich Gute.

09.04.2021