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Unser
Ronald McDonald Haus
Bad Oeynhausen

Herausfordernde Zeiten im Elternhaus

Gute Zeiten schlechte Zeiten - eigentlich kennen das die Familien, die ein schwer krankes Kind haben und deshalb im Ronald McDonald Haus wohnen, um in der Nähe des Herzzentrums, in dem ihr Kind stationär behandelt wird, sein zu können. Täglich begleitet die Angst um das kranke Kind die Familien. Nun hat sich ihre Situation durch die Weltlage noch verschärft.

Stefanie Kruse (rechts), Leitung, mit Mareike Hohmeyer, Assistentin, treffen viele Vorkehrungen, um vor allem die kleine Patienten bestmöglich zu schützen.
Familie Angelina und Domenico Musella mit Geschwisterkind Ilaria (4 Jahre) wohnen neben elf weiteren Familien im Elternhaus; Sohn Santino (2 Monate) wird im Herzzentrum stationär aufgrund eines angeborenen Herzfehlers behandelt.

emeinschaft, Zusammenhalt, Nähe – das ist es, was das Leben im Ronald McDonald Haus ausmacht. Zu wissen, dass man gerade in schweren Zeiten nicht allein ist, macht es oftmals leichter, auch die größten Herausforderungen zu überstehen.

Stefanie Kruse, Leiterin des Ronald McDonald Hauses: „Unser Elternhaus ist nach wie vor gut belegt. In Zeiten der schnellen Ausbreitung von COVID-19 mussten auch wir viele Vorkehrungen treffen, um uns und vor allem die kleinen Patienten bestmöglich zu schützen.“

Das Hauptamt arbeitet jeweils getrennt ohne die gute Unterstützung des bewährten Ehrenamts (32 ehrenamtlichen Mitarbeitern/innen), das zur Zeit sehr fehlt. 24 Stunden 7 Tage die Woche ist das Team für die Familien im Haus erreichbar, sie organisieren das operative Geschäft im Haus komplett selbst, ohne Reinigungsdienst, Wäscherei, etc. sind Ansprechperson für die alltäglichen Belange und stehen den Familien in dieser schwierigen Zeit zur Seite.

Im Ronald McDonald Haus herrschen aktuell strenge Hygieneregeln, es wird sich tagesaktuell an die Vorgaben der Partnerklinik und des RKI gehalten. Besuch wird derzeit nicht gestattet. Externe Gruppen dürfen nicht ins Haus und die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen - wenn möglich - von zu Hause aus, bringen Kuchen oder frische Blumen vorbei. 
Stefanie Kruse: „Wir stellen uns gern diesen Herausforderungen und geben unser Bestes, weil es uns unsagbar wichtig ist, den Familien in diesen besonders schweren Zeiten einen Rückzugsort zu bieten, um nah bei ihrem Kind sein zu können.“

Die Familien schlagen sich ganz tapfer, sie können aufgrund der derzeitigen Situation nur eingeschränkt zu ihren Kindern. Besuche von Angehörigen sind nicht gestattet. Ist man sonst in angenehmer Gemeinschaft zusammen beim Abendessen oder beim Verwöhn-Frühstück, müssen die Familien nun auf Abstand gehen. Jeder versorgt sich selbst und nimmt viel Rücksicht aufeinander. Sie machen sich gegenseitig Mut und geben damit auch uns viel Optimismus mit.

Auch viele Freunde, Unterstützer sowie ehrenamtliche Mitarbeiter senden liebe Grüße, oder Sachspenden, um  die Familien aufzumuntern. Stefanie Kruse: „Dieser Beistand ist eine große Hilfe. Es ist ein gutes Gefühl, dass viele an uns denken und uns nicht vergessen, dafür sind wir sehr dankbar! Wir freuen uns sehr, wenn wir uns irgendwann alle wiedersehen, und uns die Hände reichen und umarmen können!“
 

04.05.20

 

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