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Haus Berlin-Wedding
Unser
Ronald McDonald Haus
Berlin-Wedding

Ehrenamt – jetzt erst recht!

2020 ist ein Ausnahmejahr und die Pandemie hat auch unseren Alltag im Ronald McDonald Haus Berlin-Wedding ganz schön durcheinandergebracht. Trotz allem gibt es aber auch immer wieder Highlights in unserem Elternhaus. Unsere >neue< ehrenamtliche Mitarbeiterin Franziska ist eines dieser Highlights. Schon seit mehreren Jahren unterstützt Franzi die Kinderhilfe in ihrer Funktion bei der NH Hotel Group. Durch die Auswirkungen der Pandemie musste auch Franzi leider in Kurzarbeit gehen. Sie lässt den Kopf jedoch nicht hängen. Stattdessen nutzt sie nun ihre gewonnene Zeit und unterstützt unser Elternhaus seit August zweimal die Woche ehrenamtlich. Wie sie die letzten Monate bei uns erlebt hat, erzählt sie gerne selbst:

Frische Blumen sorgen für gute Laune
Immer >Hands-On<

>Seit mehreren Jahren bin ich durch meine Tätigkeit bei der NH Hotel Group mit den Ronald McDonald Häusern verbunden. Als Berlinerin habe ich vor allem zu dem Haus in Wedding eine besondere Beziehung aufgebaut. Durch meine Kurzarbeit habe ich nun die Möglichkeit, mich mit einigen Stunden bei der Organisation einzubringen – was mich sehr freut.

Gespannt startete ich Anfang August mein Ehrenamt und musste schnell feststellen: Kein Tag ist hier wie der andere. Nach einem morgendlichen Briefing werden die Aufgaben verteilt. Da über das Wochenende meist mehrere Familien nach Hause dürfen, gibt es fast immer Zimmer herzurichten. Mit dem etwas widerspenstigen Putzwagen geht es also in die Zimmer, wo ich mich gerne ans Werk mache. Alle Zimmer werden immer liebevoll für die nächste Familie vorbereitet. Die einzelnen Handgriffe wurden schnell zur Routine und ich wurde mit den hauptamtlichen Mitarbeitern schnell zum eingespielten Team. Es fallen immer wieder andere Aufgaben an, bei denen ich ohne Scheu mit eingebunden werde. Anreisen, Wäschewaschen oder Bürotätigkeiten – es gibt immer etwas zu tun.

Ich bin positiv überrascht, wie stark im Haus auf Hygiene geachtet wird. Überall hängen Desinfektionsmittelspender für die Hände. Im Haus sind überall Hinweisschilder angebracht, die auf Hygieneregeln hinweisen. Auch wird im Haus auf das ständige Lüften und Desinfizieren der Oberflächen und Türklinken geachtet. Die Familien halten sich gerne an die Hausregeln, sind diese doch vor allem für deren Wohl eingeführt.

Trotz der aktuellen Situation erfahren die Familien im Haus Unterstützung und die Atmosphäre ist immer freundlich. Das Team ist sehr bemüht, einen gemütlichen Rückzugsort für die Familien zu schaffen. Sicher, wir vermissen das Verwöhnfrühstück und das gemeinsame Kochen, aber mit viel Deko und Blumen wirkt das Haus heimelig und auch Kleinigkeiten muntern die Eltern nach einem anstrengenden Kliniktag auf.

Ich lerne viel über die Organisation und lausche gespannt den Geschichten der Familien. Das Zuhause auf Zeit ist aktuell noch wichtiger für die Familien geworden, denn die Sorgen und Ängste um ihr schwer krankes Kind im Krankenhaus sind in den letzten Monaten leider nicht weniger geworden.

Die ehrenamtliche Arbeit hat mir vor allem noch einmal gezeigt, dass es trotz Corona weiterhin Kinder und Familien gibt, die nach wie vor auf Wohltätigkeitsorganisationen angewiesen sind, deshalb bleibt es nach wie vor wichtig, diese Organisationen zu unterstützen.<

17.11.2020