MDK mdk-logo
Haus Berlin-Wedding
Unser
Ronald McDonald Haus
Berlin-Wedding

Ein Freiwilliges Soziales Jahr voller Überraschungen und Emotionen

Psssst! Wir haben einen super Tipp für Euch! Also aufgepasst! Wir sind Janina (24) und Olena (18) und machen gerade unser Freiwilliges Soziales Jahr im Ronald McDonald Haus Berlin-Wedding und sind jeden Tag aufs Neue total begeistert. Wenn Ihr also noch nicht wisst, was Ihr nach dem Abi machen möchtet oder einfach mehr Erfahrung im sozialen Bereich sammeln möchtet, dann ist dieses FSJ genau das Richtige für Euch. Die neue Runde startet im September und die Bewerbungsphase läuft schon.

Janina & Olena
Janina & Olena packen mit an
Basteln macht Spaß

Nach Abschluss der Schule bzw. des Studiums wollten wir beide Erfahrung in der Praxis sammeln, um uns zu orientieren und herauszufinden, in welche Richtung unsere berufliche Zukunft wohl gehen wird. Bei der Suche nach einer geeigneten Einrichtung wurden wir auf das Ronald McDonald Haus in Berlin-Wedding aufmerksam. Familien mit schwer kranken Kindern zu unterstützen, ist eine wirklich wunderbare Aufgabe, dachten wir. Und die Entscheidung uns für diese Stelle zu bewerben, haben wir bis heute keine Sekunde bereut. Es gibt zahlreiche Gründe, warum wir jeden Tag aufs Neue gerne aufstehen und mit Freude zur Arbeit kommen.

Bereits vom ersten Tag an fühlten wir uns total wohl, was nicht zuletzt an dem wundervollen Team liegt, mit dem wir jeden Tag zusammenarbeiten. Wir sind uns einig, dass man sich so liebe Kolleginnen und so eine angenehme Arbeitsatmosphäre nur wünschen kann. Aber nicht nur unsere Kolleginnen sind uns ans Herz gewachsen, sondern auch die wahnsinnig vielen tollen Menschen, die sich tagtäglich für die Familien ehrenamtlich engagieren. Die Ehrenamtlichen in unserem Haus sind alle komplett verschieden, mit den unterschiedlichsten Hintergründen und aus allen Altersgruppen, was es umso schöner für uns macht. Auf diese Weise erfahren wir beim Zusammenarbeiten ständig neue Geschichten, führen viele interessante Gespräche und können von Jedem etwas Neues dazu lernen. Trotz all der Unterschiede haben jedoch alle eines gemeinsam: ein großes Herz und viel Humor. 

Es ist immer wieder bewundernswert, wie unermüdlich die Ehrenamtlichen Woche für Woche ihren Teil dazu beitragen, die Arbeit im Haus zu bewältigen. Und hört man irgendwo fröhliches Gelächter im Haus, dann ist eigentlich klar, dass die ehrenamtlichen Mitarbeiter nicht weit sind. So zaubern alle Tag für Tag viel Freude und eine tolle, herzliche Stimmung ins Haus. Es sind die Menschen und die Liebe zum Detail in diesem Haus, die die Arbeit für uns so schön und wertvoll machen. Da machen sogar die vielen hauswirtschaftlichen Aufgaben im Haus Spaß. 

 

Aber damit nicht genug: Passend zu jeder Jahreszeit und jedem feierlichen Anlass wird das Haus neu dekoriert. Es werden zahlreiche kleine Geschenke und Aufmerksamkeiten für die Familien gebastelt, wöchentlich frische Blumen im Haus verteilt und Vieles mehr. Über diese Aufgaben freuen wir uns immer besonders, da wir beide viel Spaß am Basteln haben und den Familien gerne eine Freude machen. Am liebsten stöbern wir jedoch im Geschenkeraum nach einem passenden Geschenk für unsere Geburtstagskinder, denn es ist jedes Mal aufs Neue schön, die kranken Kinder so glücklich zu sehen. 

Jeden Freitag kommt, sehr zu unserer Freude, unsere Backfee und backt leckeren Kuchen für alle Familien. Das ist ganz besonders, denn kaum betritt man das Haus kommt einem der Geruch von Frischgebackenem entgegen und man bekommt ein wenig das Gefühl, als käme man nach Hause. Als sei jemand da, der sich um einen kümmert. Es mag nur ein mit viel Liebe gebackener Kuchen sein, nur ein paar frische Blumen auf dem Tisch, ein paar freundliche Worte, doch all diese Kleinigkeiten tragen irgendwie dazu bei, den Familien ein Stückchen Heimat fernab von zu Hause zu geben.

Es ist immer wieder schön für uns zu sehen, wie empfänglich und dankbar die Familien für all das sind. Wir bekommen von den Menschen im Haus oft doppelt so viel zurück wie wir geben können und so gehen wir abends nicht selten mit einem super positiven Gefühl nach Hause. 

Auch wenn die meisten Eltern tagsüber bei ihren Kindern im Krankenhaus verbringen, gibt es doch regelmäßig die Gelegenheit, sich mit ihnen zu unterhalten und die Umstände näher zu erfahren. Die Geschichten gehen uns natürlich auch sehr nahe. Wir konnten in diesem Jahr aber feststellen, dass die Familien wahnsinnig stark sind. Es sind vor allem die kranken Kinder, die trotz schwerer Krankheit sorglos winkend und meist freudestrahlend durch unser Haus rennen, eine gute Stimmung verbreiten und uns damit den Tag versüßen.

Die Familien, die schon über einen sehr langen Zeitraum bei uns Zuhause sind, liegen uns besonders am Herzen. Einige Familien sprechen weder deutsch noch englisch, weshalb die Kommunikation auch teilweise eine große Herausforderung darstellt. Das hält uns aber nicht davon ab und sorgt auch ab und zu für sehr amüsante Situationen. Doch trotz Sprachbarriere und kultureller Unterschiede bekommen wir die Herzlichkeit und Dankbarkeit auch von ihnen zu spüren. Denn dafür braucht es meist keine Worte. Eine Woche kann schließlich nicht schöner beginnen, als mit einer herzlichen Umarmung und einem Küsschen von einer arabischen Mama empfangen zu werden, weil sie sich freut, dass wir wieder da sind. 

Am allerschönsten ist für uns aber der Moment, wenn eine Familie glücklich und strahlend in unser Büro tritt und erzählt, dass sie endlich in ihr richtiges Zuhause zurück darf, weil die Behandlung erfolgreich verlaufen ist.

Es wird hier nie langweilig, denn kein Tag im Ronald McDonald Haus ist wie der andere. Während unserem FSJ konnten wir so viel für unser Leben lernen, durften so viele tolle Kinder, Familien und Freunde des Hauses kennenlernen und hatten eine wirklich schöne Zeit mit unserem Team. Wir werden diese Zeit mit Sicherheit nie vergessen und immer in wundervoller Erinnerung behalten. 

Eure Janina und Olena

12.05.17