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Haus Homburg
Unser
Ronald McDonald Haus
Homburg

Linus, geliebt von Anfang an!

Kraft ist etwas, was man braucht, wenn man als frischgebackene Eltern mit der Krankheit des Kindes, mit Kabeln, Schläuchen, Monitoren, Operationen und der Intensivstation konfrontiert wird. Hier berichtet die Familie von Linus von ihren Erfahrungen.

Aufklärungskampagne T21
Linus, der kleine Kämpfer.
Der erste Ausflug ins Ronald McDonald Haus.
Endlich darf ich Kleider anhaben.
Kabel, Kabel, Kabel
Gemeinsame Zeit auf der Intensivstation.
Der (B)Engel bei seinem dritten Krankenhausaufenthalt.
Unser kleiner Vielfraß!
Weihnachten 2018.
Weihnachten 2019.

In der 12. Woche haben wir durch den PränaTest erfahren, dass wir einen Jungen bekommen werden und dieser aller Wahrscheinlichkeit nach Trisomie21 hat.

Nach 5 Minuten Weinen habe ich meine Ärztin angeschaut und gesagt: „Nicht schlimm, das passt zu uns!“ Natürlich kamen da noch einige Höhen und Tiefen, viele intensive Gespräche und Zweifel auf. Das Feinscreening in der 20 SSW zeigte keine besonderen Auffälligkeiten und im "Babyfernsehen" sah man unseren süßen quietschfidelen Sohn. Wir entschieden uns keine weiteren Tests machen zu lassen, sondern die Schwangerschaft zu genießen und uns auf unseren Sohn zu freuen.

Leider, oder aus heutiger Sicht muss man sagen zum Glück, wurde ich in der 28. SSW aufgrund von frühzeitigen Wehen und einer Verkürzung des Gebärmutterhalses stationär in Homburg aufgenommen. Ursprünglich sollte mir ein Pessar-Ring eingesetzt und ich nach 5 Tage wieder entlassen werden. 

Aus den 5 Tagen wurde ein 3-monatiger Aufenthalt in Homburg.

Bei den Untersuchungen wurde festgestellt, dass sich bei unserem Sohn Linus eine Duodenalatresie gebildet hat, die dazu führte, dass ich zu viel Fruchtwasser einlagerte und somit unter Kontrolle im Krankenhaus bleiben musste. Die Kinderärzte und die Kinderchirurgen haben uns auf die lebensnotwendige OP von Linus direkt nach seiner Geburt und die Abläufe auf der Intensivstation vorbereitet. Im gleichen Atemzug hat man uns angeboten, die Zeit nach der Entbindung bis zur Entlassung im Ronald McDonald Haus zu verbringen um so immer in der Nähe von Linus zu sein.

Das war eine große Erleichterung für uns und hat uns ein Stück weit die Angst genommen, was nach der Geburt auf uns zukommt. Linus wurde in der 34. SSW mit 2.600 Gramm und 44 cm geboren und am dritten Lebenstag zum ersten Mal operiert. 

Ich kann mich noch gut an den Tag des Einzugs ins Elternhaus sechs Tage später erinnern. Diese Wohlfühlatmosphäre, die einen schon im Eingangsbereich empfängt, die Herzlichkeit des Personals, die Farben im Apartment und diese urgemütliche Küche, es war ein Traum. Auf einen Schlag hatten wir wieder einen kleinen Alltag, einen Ort zum Durchatmen und ein richtiges Zuhause auf Zeit.

Kraft ist etwas, was man braucht, wenn man als frischgebackene Eltern mit der Krankheit des Kindes, mit Kabeln, Schläuchen, Monitoren, Operationen und der Intensivstation konfrontiert wird. Das Wochenbett ist kein Wochenbett mehr, sondern man funktioniert, weil das Wohl des eigenen Kindes an erster Stelle steht. Das Ronald McDonald Haus schenkt einem Kraft und teilt das Leid; durch die gemeinsamen Abende, die Gespräche, die ähnlichen oder auch ganz anderen Schicksale. Geteiltes Leid ist halbes Leid, dass dieser Spruch stimmt, haben wir in dieser Zeit erfahren dürfen.

Linus hatte noch einige Höhen und Tiefen zu meistern und wir verbrachten Weihnachten und Silvester in Homburg. Aber wir waren zusammen, wir haben schon diese holprige Anfangszeit als Familie gemeinsam gemeistert. Das hat uns zu einem starken Team werden lassen. 

Danke, dass ihr uns diese Chance gegeben habt und dass ihr immer wieder einen Platz für uns im Ronald McDoanld Haus Homburg habt!!!

Liane, Dominic und Linus

März 2020

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