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Ronald McDonald Haus
Oldenburg

7 neue Apartments für das Ronald McDonald Haus Oldenburg

Das Ronald McDonald Haus Oldenburg ist als Zuhause auf Zeit eine wichtige Einrichtung direkt neben dem Elisabeth-Kinderkrankenhaus. Dort können Familien in der Nähe bleiben, wenn ein Kind schwer erkrankt und in der Klinik behandelt werden muss. Seit über zehn Jahren ist das Elternhaus durchgehend ausgelastet, die Warteliste für Eltern ist lang. Der Zubau wird Platz für weitere 100 Familien pro Jahr bieten. Heute hat die McDonald’s Kinderhilfe Stiftung die Baupläne und die begleitende Spendenkampagne vorgestellt.

Jens Borstelmann, Architekt, Adrian Köstler, Vorstand McDonald’s Kinderhilfe Stiftung, Architekt Thomas Vietzke, Professor Jürgen Seidenberg, Klinikdirektor Elisabeth-Kinderkrankenhaus, Germaid Eilers-Dörfler, Bürgermeisterin der Stadt Oldenburg, Horst Milde, Schirmherr, Maren und Karsten Hespe mit Julia und Johanna, Iris Neumann-Holbeck, Leitung Ronald McDonald Haus Oldenburg
Stellten die Baupläne vor (v.l.n.r.): Jens Borstelmann, Architekt, Adrian Köstler, Vorstand McDonald’s Kinderhilfe Stiftung, Architekt Thomas Vietzke, Professor Jürgen Seidenberg, Klinikdirektor Elisabeth-Kinderkrankenhaus, Germaid Eilers-Dörfler, Bürgermeisterin der Stadt Oldenburg, Horst Milde, Schirmherr, Maren und Karsten Hespe mit Julia und Johanna, Iris Neumann-Holbeck, Leitung Ronald McDonald Haus Oldenburg (Bildnachweis: Torsten von Reeken, ©McDonald’s Kinderhilfe Stiftung)

Das Florian Grand Café in der Oldenburger Innenstadt feiert gleich zwei Jubiläen. Susanne Reher ist seit Eröffnung des Cafés im Jahr 1992 mit dabei und auch Mitarbeiterin Eva Weppner begeht ihr 25-jähriges Dienstjubiläum im Café. „Als Dank für diese zweimal 25 Jahre und weil es uns so gut geht, möchten wir Familien unterstützen, die sich um ihr krankes Kind sorgen. Viele unserer 40 Mitarbeiter haben Familie und wir wissen aus eigenen Erfahrungen, was es heißt, wenn das eigene Kind krank ist. Wir freuen uns sehr, dass wir jetzt eine Patenschaft für ein Apartment übernehmen und einer Familie die Nähe zu ihrem kranken Kind ermöglichen“, so Susanne Reher. 

Im Elternhaus finden jedes Jahr 250 Familien ein Zuhause auf Zeit. Die Nähe zu Familie und Geschwistern hilft den kleinen Patienten schneller gesund zu werden. „Wir sind sehr dankbar, dass wir so umfangreich unterstützt werden und heißen unsere neue Patin herzlich willkommen. Unsere Familien wissen die Nähe zu ihren Kindern sehr zu schätzen und sind voll des Lobes für alle Unterstützer, die sich dafür einsetzen, dass diese Nähe möglich wird“, sagt Iris Neumann-Holbeck, die das Oldenburger Elternhaus leitet.

Maren Hespe erzählt ergriffen von den sechs Wochen, die sie im Ronald McDonald Haus gewohnt hat. Ihre Zwillinge Julia und Johanna wurden zu früh geboren und mussten auf der Intensivstation behandelt werden. "Wir hatten das Glück, sofort ein Apartment beziehen zu können, andere Eltern mussten länger warten." 4.500 Familien mit einem ähnlichen Schicksal haben seit der Eröffnung des Elternhauses 2001 dort vorübergehend ein Zuhause auf Zeit gefunden. "Wir als größtes Frühchenzentrum in Niedersachen können bestätigen, dass das Elternhaus in solch einer Ausnahmesituation eine große Unterstützung für das belastete Familiensystem darstellt. Das Haus ist ein Sieg der Warmherzigkeit", bestätigt Professor Jürgen Seidenberg, Klinikdirektor des Elisabeth-Kinderkrankenhauses, die Wichtigkeit der Einrichtung. 

Die Architekten Thomas Vietzke und Jens Borstelmann stellten heute erstmals die Pläne der Öffentlichkeit vor. "Der Neubau wird modern, wir nehmen jedoch viele Elemente des Altbaus auf, wie den Oldenburger Klinker, um eine harmonische Einheit mit dem Altbestand zu schaffen. Wichtig war es, einen großem und offenen Kommunikationsbereich zu schaffen, in dem sich die Eltern austauschen können. Wir können schon jetzt sagen, dass der Erweiterungsbau des Ronald McDonald Hauses Oldenburg eine der schönsten und interessantesten Aufgaben war, an denen wir arbeiten durften."

Die Leitung des Ronald McDonald Hauses, Iris Neumann-Holbeck, lüftete anschließend die Kampagne "7 auf einen Streich", angelehnt an das Märchen des tapferen Schneiderleins. Die Zahl 7 zieht sich durch die ganze Kampagne: für 7 Apartments werden nun 7 Paten gesucht, ebenso wie für die Gemeinschaftsräume Küche, Esszimmer, Spielzimmer. "Der Erweiterungsbau soll ein Gemeinschaftsprojekt sein, unser Spendenziel beträgt 170.000 Euro", so Iris Neumann-Holbeck. Adrian Köstler, Vorstand der McDonald’s Kinderhilfe Stiftung, unterstrich, dass der Erweiterungsbau komplett von der Stiftung getragen werde; die Baukosten beliefen sich auf knapp 3 Millionen Euro, weshalb man auch auf Spenden angewiesen sei. Dies nahm Germaid Eilers-Dörfler, Bürgermeisterin der Stadt Oldenburg, gleich als Anlass für einen Aufruf: "Jeder Bürger aus Oldenburg und dem Umland sollte 7 Euro spenden, damit noch mehr Familien einen Platz bekommen und alle Kinder gesund nach Hause gehen können."

Die Baugenehmigung liegt vor, bei Start Ende diesen Sommers und einer Bauzeit von 14 Monaten hofft man auf eine Eröffnung Ende 2019.

14.06.18