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Der kleine Kämpfer Lenny

Mit gerade einmal 610g ist der kleine Lenny mit einem Loch im Darm zur Welt gekommen. Auf die erste Not-OP folgte ein nervenaufreibender Operationsmarathon und fünf Monate Intensivstation. Doch der kleine Kämpfer hat sich nicht unterkriegen lassen. Mit der Unterstützung seiner Familie, die im benachbarten Ronald McDonald Haus immer in seiner Nähe sein konnte, hat er fünf große Operationen tapfer gemeistert. Kaum sechs Monate zu Hause, musste Lenny allerdings erneut ins Krankenhaus. 

Lennys Mama Michelle gönnt sich eine kleine Auszeit.
Trotz der vielen Operationen immer gut gelaunt: Der tapfere kleine Lenny.

Zu Hause zu sein und mit ihrer Familie einen ganz normalen Alltag zu führen, ist für Lennys Mama Michelle keine Selbstverständlichkeit: Bereits die ersten sechs Monate seines Lebens hat Lenny im Krankenhaus verbracht. >Davon waren wir fünf Monate lang auf der Intensivstation<, berichtet Michelle. >Lenny ist bereits in der 23. Schwangerschaftswoche mit 610g und 31cm zur Welt gekommen. Die viel zu frühe Geburt war natürlich ein Schock, doch soweit war der Kleine stabil.< Doch kurz darauf stellte sich heraus, dass Lenny ein Loch im Darm hat! >Lenny wurde dann sofort in das Kinderkrankenhaus Amsterdamer Straße überführt und notoperiert<, erzählt seine Mama. >Bei der Operation wurde dem Kleinen ein künstlicher Darmausgang gelegt. Dieser sollte dann mit einem Gewicht von knapp 2 kg wieder zurückverlegt werden<, erzählt Michelle. >Doch als es dann soweit war, gab es Komplikationen: Lenny Bauch war so hart, dass der Darm abgeknickt ist und Stuhl in den Bauchraum gelangen konnte. Und damit begann dann unser OP-Marathon.<
Mehrere Operationen musste der kleine Lenny über sich ergehen lassen, um den künstlichen Darmausgang zurückzuverlegen. Doch nichts hat funktioniert. Die 5. OP sollte dann endlich zum Erfolg führen, >aber sie war auch Lennys letzte Chance<, erzählt Michelle. >Es war nicht klar, ob er diese Operation überlebt.< Doch der kleine Mann hat sich nicht unterkriegen lassen und hat trotz der Strapazen gut zugelegt.
Während der sorgenvollen Monate haben Mama Michelle, Papa Ansgar und Lennys Schwester Lucy im Ronald McDonald Haus ein Zuhause auf Zeit gefunden. >Trotz allem habe ich mich im Ronald McDonald Haus wirklich wohl gefühlt<, erzählt Michelle. >Man war nicht alleine mit seiner Situation und konnte immer mit jemandem reden. Und das Schönste war, dass wir als Familie zusammen sein konnten.<
Nach fast sechs Monaten Klinikaufenthalt durfte die Familie das erste Mal nach Hause. Doch ein halbes Jahre später begann der immer fröhliche Lenny zu krampfen und wurde mit Verdacht auf Epilepsie ins Krankenhaus gebracht. >Möglicherweise kamen die Krämpfe von Lennys Hirnwachstum. Bei der frühen Geburt ist es zu kleinen Hirnblutungen gekommen, die Rückstände wie Verkapselungen und Vernarbungen hinterlassen haben und nun die Krämpfe auslösen können", berichtet Mama Michelle.  
Dieses Mal wohnt die Familie nicht im Ronald McDonald Haus, da Michelle wegen der Krampfanfälle Tag und Nacht bei ihrem Liebling bleiben muss. Sechs Wochen lang wurden verschiedene Medikamente getestet, doch jetzt endlich scheint eines angeschlagen zu haben. >Lenny geht es schon sehr viel besser und wenn alles gut geht, dürfen wir morgen nach Hause!< Zur Feier des Tages gönnt sich Michelle eine kleine Auszeit auf der Terrasse des Ronald McDonald Hauses und genießt einen Cappuccino, während der kleine Lenny friedlich neben ihr im Kinderwagen schlummert. >Hier ist es einfach schön – aber wenn wir das nächste Mal hier herkommen, dann hoffentlich nur als Gäste!< 
Das hoffen wir ebenfalls und wünschen der Familie alles Gute und eine wunderschöne Zeit zu Hause!

28.09.2020

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