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Sonnenschein Beatrix meistert jede Hürde!

Aufgrund einer sogenannten Kloakenfehlbildung und Komplikationen nach der Geburt wurde die kleine Beatrix fast vier Wochen auf der Intensivstation beatmet und mehrfach operiert. Nach fünf Monaten im Kinderkrankenhaus durfte sie zum ersten Mal nach Hause. Ihre Eltern Carina und Marc haben während dieser schweren Zeit im Ronald McDonald Haus und Oase Köln ein Zuhause auf Zeit gefunden. Die Hoffnung haben sie trotz der Ungewissheit nie aufgegeben, denn für sie war immer klar, dass ihr kleiner Sonnenschein eine große Kämpferin ist. 

Der erste Urlaub zu dritt: Carina und Marc mit ihrem Sonnenschein Beatrix in Holland.
Es ist so schön, endlich zu Hause zu sein!

Voller Vorfreude verfolgt die bald acht Monate alte Beatrix mit ihren großen Kulleraugen den nächsten Löffel Brei, der gerade auf sie zugeflogen kommt: >Noch ein Löffelchen und du hast das ganze Gläschen geschafft!<, freut sich Mama Carina. >Jetzt kann die Kleine auf der Heimfahrt sicher gut schlafen.<  Nach zwei Wochen im Kinderkrankenhaus dürfen Beatrix und ihre Mama heute endlich nach Hause: >Im Vergleich zu unserem ersten Aufenthalt von fünf Monaten waren die zwei Wochen ja nicht wirklich lang<, berichtet Carina. Dennoch ist es für die Familie aus Neuwied keine Selbstverständlichkeit, zu Hause zu sein. >Wir sind einfach unglaublich glücklich, dass Beatrix bei uns ist. Sie gibt uns so viel zurück und sie ist so eine Frohnatur, bei all dem, was sie bisher erlebt hat.< 

Kein leichter Start 
Bereits während der Schwangerschaft wurde bei Beatrix eine Analathresie festgestellt, weshalb sie per Kaiserschnitt zur Welt gebracht werden sollte, um kein Risiko einzugehen. >Doch dann haben sich ihre Nieren gestaut, weshalb sie sieben Wochen zu früh geholt werden musste<, erzählt Carina. Nach der Geburt dann der nächste Schock: >Zusätzlich wurde noch festgestellt, dass die Speiseröhre nicht durchgängig war und Beatrix eine Fistel zur Luftröhre hatte. Deshalb musste sie zusätzlich zu der geplanten OP, bei der ein künstlicher Darm- und Blasenausgang gelegt wurde, noch an der Luft- und Speiseröhre operiert werden.< Vier Wochen lang wurde die Kleine auf der Intensivstation beatmet. Währenddessen kam es immer wieder zu Komplikationen. Nach der OP waren die Entzündungswerde sehr hoch, da Gallenflüssigkeit in den Bauchraum geflossen ist. Noch dazu hatte sich ein Loch im Darm gebildet. In einer Not-OP wurde Beatrix ein 2. künstlicher Darmausgang gelegt. >Zwischendurch wussten wir nicht, wie es um unsere Tochter steht<, berichtet Mama Carina. >Die Ärzte haben sich mit Prognosen sehr bedeckt gehalten. So haben wir uns immer von einem Tag zum nächsten gehangelt.< 

Die erste Hürde ist geschafft! 
Nach vier Wochen wurde dann der künstliche Beatmungsschlauch entfernt: >Es hat alles super geklappt und ab diesem Zeitpunkt ging es steil bergauf! Beatrix hat sich richtig gut durchgekämpft. Nach zwei Monaten wurden wir endlich von der Intensivstation entlassen – das war ganz toll! Auch mit dem Trinken hat es erstaunlich gut geklappt<, berichtet Carina. Jetzt hieß es erstmal Geduld haben, denn es stand ja noch eine große OP an: Die Zurückverlegung des 2. künstlichen Darmausgangs. >Hier wollten die Ärzte aber kein Risiko eingehen und warten, bis wirklich alles gut verheilt war<, erzählt Mama Carina. >Doch gut sechs Wochen später war es dann soweit. Die OP ist sehr gut verlaufen, sodass wir nach zwei Wochen dann endlich zum ersten Mal nach Hause durften – nach 5 Monaten!< Während der ganzen Zeit haben die Eltern Carina und Marc im Ronald McDonald Haus gewohnt: >Das war wirklich goldwert, dass wir während der langen Zeit hier unterkommen konnten. So konnten wir zu jeder Zeit bei Beatrix sein, aber trotzdem auch selber mal zur Ruhe kommen. Man war ja sowieso schon total abgeschottet, aber im Ronald McDonald Haus hatte man wenigstens noch ein bisschen Kontakt zu anderen Eltern<, erinnert sich Carina.  

Ein richtig gutes Team
Zu Hause hat es dann ganz hervorragend geklappt. >Wir drei sind ein richtig gutes Team und haben die Zeit zu Hause sehr genossen.< Vor zwei Wochen stand dann die nächste geplante OP an, bei der alle bisher künstlichen Ausgänge an Blase und Vagina angelegt wurden. >Wir sind dem behandelnden Arzt, Prof. Dr. Boemers, einfach unendlich dankbar. Er hat unsere Tochter gesund gemacht!<  

Wir wünschen alles Gute! 
In zwei Monaten ist die Rückverlegung des 1. Künstlichen Darmausgangs geplant. >Während dieser Zeit kommen wir natürlich auch wieder gerne ins Ronald McDonald Haus und lassen uns dort verwöhnen!< 
Wir wünschen der Familie alles Gute und eine wunderschöne Zeit zu Hause. Und bei ihrem nächsten Aufenthalt in unserem Elternhaus werden wir wieder alles dafür tun, um der Familie die Zeit im Krankenhaus so angenehm wie möglich zu gestalten!  

18.11.2021