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Hochzeit geplatzt – Charlotte da!

Als Manuel und Annika erfuhren, dass sie Nachwuchs erwarten, wurde die vorbereitete, große Hochzeit kurzerhand umgeplant. Aus einer großen Feier wurde zunächst für den 02. Februar 2018 ein kleines Fest mit nur 30 Gästen vorbereitet. Doch auch dazu kam es nicht, Charlotte hatte andere Pläne…

Charlotte und ihr Papa
Charlotte und ihr Papa beim diesjährigen Sommerfest
Charlotte auf der Frühchenstation
Charlotte auf der Frühchenstation

Zunächst verlief Annikas Schwangerschaft völlig problemlos, nichts deutete darauf hin, dass plötzlich alles ganz schnell gehen würde. Bei einer regulären Vorsorgeuntersuchung am 8. Januar stellte der Gynäkologe fest, dass der Muttermund bereits 2 cm geöffnet war. Direkt aus der Praxis wurde Annika mit dem Krankenwagen in die Mainzer Uniklinik gebracht, sie durfte ab sofort nur noch liegen und bekam schon die erste Lungenreifespritze für ihr ungeborenes Kind. 

Von nun an gab es immer kleine Ziele, die sich das Paar setzte. 24 Stunden galt es jetzt durchzuhalten, bis die zweite Lungenreifespritze gegeben werden konnte. Jeder Tag war ein gewonnener Tag und bis zum 16. Januar hielten Annika und Charlotte durch. Doch dann erhielt Manuel morgens um halb drei den Anruf: es war so weit, seine Tochter hatte es eilig und kam in der 27. Schwangerschaftswoche viel zu früh per Kaiserschnitt auf die Welt. Sie war mit 985 Gramm und 32 cm sehr klein und zart, aber erstaunlich fit, denn sie benötigte lediglich Atemunterstützung, keine Beatmung. Erleichterung bei den Eltern, die nun aber vor dem nächsten Problem standen: mehrere Wochen würde Charlotte voraussichtlich in der Frühgeborenenstation bleiben müssen, bis sie groß genug wäre, um nach Hause entlassen zu werden. 

”Zum Glück machte uns die Schwester in der Klinik gleich auf das gegenüberliegende Ronald McDonald Haus aufmerksam und fragte wegen eines Apartments an, was dann auch am 19. Januar geklappt hat. Das eine Wochenende, das wir zu Hause in Groß-Gerau verbracht haben, war für meine Frau eine große Belastung. Sie fühlte sich viel zu weit von Charlotte entfernt und kam überhaupt nicht zur Ruhe” , erzählt Manuel. ”Es ist ein Segen, dass Eltern die Möglichkeit haben, so nah bei ihrem Kind zu bleiben und wir fühlten uns nun prima aufgehoben, sowohl in der Klinik als auch im Elternhaus.”

Diese Nähe half Annika und Charlotte, die schnell Fortschritte in der Entwicklung machte. Sehr schnell atmete die Kleine ganz selbständig und musste jetzt nur noch kontinuierlich ohne Sauerstoffabfälle zurecht kommen. Vier Wochen nach der Geburt wurde sie schon auf die Säuglingsstaion verlegt, auf der sie weitere viereinhalb Wochen blieb.

Schon am 20. März durfte sie mit ihren Eltern nach Hause, obwohl ihr eigentlicher Geburtstermin erst am 14. April gewesen wäre. ”Charlotte ist von der schnellen Truppe”, schmunzelt ihre Mutter, ”bei ihr ging alles extrem schnell”. Und Manuel ergänzt: ”Wir sind einfach nur dankbar und freuen uns über so viel entgegengebrachte Unterstützung, sowohl seitens der Ärzte und Schwestern als auch seitens des Ronald McDonald Hauses. Wir hatten viel  zu anderen Paaren Kontakt, die in einer ähnlichen Situation waren wie wir, und haben das gemeinsame Abendessen jeden Donnerstag sehr genossen, das die ehrenamtlichen Mitarbeiter zubereitet haben. Einfach mal genießen, abschalten und lachen, das tut so gut. Und jetzt freuen wir uns auf das Sommerfest im Juni, zu dem wir auf alle Fälle kommen möchten”. 

03.07.2018

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