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Cottbus

Auf Wiedersehen, Sascha!

Auf Wiedersehen sagen fällt schwer und kann gleichzeitig Glück bedeuten. Nach zwei Jahren in Deutschland – eines davon in im Ronald McDonald Haus Cottbus fliegt nun Saschas Familie nun endlich zurück nach Kiew.

Auf Wiedersehen, Sascha!
Sascha mit Hausleitung Sibylle Stahn und ihrer Mutter Irina
Saschas Geburtstag mit Jan und seiner Schwester
„Auf Wiedersehen, Sascha und Irina“, sagt das Team des Elternhauses

Am 23. April 2013 war Irina mit ihrer Tochter Oleksandra aus der Ukraine in Cottbus angereist. Freunde hatten der Mutter das Cottbuser Carl-Thiem-Klinikum empfohlen, denn Sascha, so die Kurzform des Namens, ging es sehr schlecht. Das dreijährige Mädchen war an Leukämie erkrankt.

Die Familie kam nach Cottubs, da die Mutter in ihrer Heimatstadt keine Heilungschancen für ihre Tochter sah. Die kleine Familie hatte keine Zeit, sich in der Fremde zurechtzufinden. Sascha wurde sofort im Klinikum aufgenommen und die Krebserkrankung wurde auf der Station K4 in der Kinderklinik mit Chemotherapie behandelt. Mutter Oleksandrazog derweil ins Ronald McDonald Haus. Die Nebenwirkungen der Medikamente machten Sascha schwer zu schaffen, aber Chefarzt Prof. Thomas Erler und sein Team taten alles medizinisch und menschlich Mögliche. Irina fasste immer mehr Vertrauen und konnte nach einigen Wochen sogar schon wieder lächeln und neue Hoffnung schöpfen.

Dann kam die Zeit des Bangens und die Angst vor einem Rückschlag, die der Mutter anzusehen war. Sie kochte war zu jeder Tageszeit in der Küche anzutreffen und kochte, wonach die Kleine auch nur ein bischen Appetit hatte. Sie wusch, desinfizierte, bügelte, tröstete, wachte, weinte und hoffte für ihre Sascha. Mut machten ihr viele Lausitzer, die durch einen Weihnachtsartikel im Cottbuser Wochenkurier aufmerksam geworden waren. Sie gaben kleine Geschenke, Karten und Grüße für Sascha und Irina ab.

Irina hielt über das Internet Kontakt zu ihrer Familie in Kiew und arbeitet in jeder freien Minute am PC für ihre Veranstaltungsagentur um das Einkommen der kleinen Familie sicherzustellen.. Nach fast einem Jahr im Elternhaus zogen die beiden in eine kleine Wohnung in der Nähe des Klinikums und des Elternhauses. Sascha musste von da an nur noch zu Kontrollterminen ins Klinikum. Die Erhaltungstherapie sollte auch in Cottbus sein, denn hier fühlten sich Sascha und Irina gut behandelt.

Sascha musste ihren 4. Geburtstag noch in der Klinik feiern, aber ihr 5. Geburtstag wurde am vergangenen Valentinstag mit Kuchen, Gästen, Geschenken und guter Laune im Elternhaus gefeiert. Jans Familie kam als Überraschung extra aus Peickwitz ins Haus um zu gratulieren. Jan und Sasha hatten sich auf der Station kennengelernt und verstehen sich immer noch prima, auch wenn sie unterschiedliche Sprachen sprechen. Am 8. Mai 2015 saßen Mutter und Tochter dann endlich im Flugzeug nach Kiew und freuen sich auf zu Hause. Irina ist von der großen Hilfsbereitschaft beeindruckt. Bei der Klinik, den Ämtern, dem Ronald McDonald Haus, der Stadt und bei allen Menschen, die ihr in den vergangenen zwei Jahren das Leben erleichtert haben, bedankte sie sich am Tag der Abreise natürlich auch in Saschas Namen ganz herzlich.

11.05.2015

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