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Ronald McDonald Haus
Oldenburg

Die zwei Schwestern

Die Schwestern Mia Yvonne und Maya Helga starten beide zu früh ins Leben. Mia wurde in der 31.+6 Schwangerschaftswoche entbunden und Maya in der 27. Schwangerschaftswoche. Vieles ist ähnlich und doch sind die beiden Geschichten so unterschiedlich. Mia ist zwei Jahre und Maya ist 3 Monate alt. Ein holperiger Start ins Leben, aber die Arbeit, Sorgen und Geduld werden reich belohnt.

Familie Lorey
Familie Lorey
Mia küsst Maya
Mia küsst Maya
Mia und Maja kuscheln
Mia kuschelt mit Maja
Danke!
Danke!
Mia, Maya und Papa Lorey
Mia, Maya und Papa Lorey

Mia Yvonnes Geschichte

Bis zur 31. Schwangerschaftswoche war alles gut. Dann ging es Mias Mutter Yvonne plötzlich sehr schlecht. Die Diagnose war eine Schwangerschaftsvergiftung oder auch HELP Syndrom genannt, das lebensbedrohlich für Mutter und Kind sein kann. Mia musste frühzeitig auf die Welt geholt werden, das ging aber nicht Zuhause in Emden, sondern nur im 85 Kilometer entfernten Oldenburg. So wurde Mia in der 31.+6 Schwangerschaftswoche am 18. Februar 2016 mit 1.440 g geboren. Mia war zwar klein, aber sie entwickelte sich prima und es gab auch keine Komplikationen. Auch Mias Mutter Yvonne ging es bald besser und so konnten Mias Eltern Yvonne und Benjamin in das Ronald McDonald Haus einziehen und immer ganz nah bei Mia sein und alle Versorgungen übernehmen. Mia entwickelte sich gut, lernte schnell das selbstständige Trinken und Atmen und wurde schließlich nach 5 ½ Wochen nach Hause entlassen. Das war eine große Freude für die ganze Familie. 

Sommerfest im Ronald McDonald Haus Oldenburg

Mias Eltern erzählen: “Wir fühlten uns im Ronald McDonald Haus gleich sehr wohl. Die Nähe zu unserer Mia war uns sehr wichtig, so bekamen wir jeden Entwicklungsschritt mit und waren viele, viele Stunden bei ihr. 15 Familien wohnten zeitgleich im Elternhaus, da bleibt es nicht aus, dass wir die anderen Familien schnell kennen lernten. Wir erlebten unseren anstrengenden Alltag gemeinsam, trafen uns oft, tauschten uns aus und machten uns Mut. Das jährliche Sommerfest ist ein schöner Anlass, die neuen Freunde wieder zu sehen und obwohl Mia noch so klein war, machten wir uns auf den Weg nach Oldenburg. Ein schöner Nachmittag. Wir trafen viele Familien wieder und freuten uns über die großen Kinder, die sich alle gut und gesund entwickelten. Wir hatten alle keinen einfachen Start mit unseren Kindern und zu sehen, dass alles gut geworden ist, freute uns sehr“.

 

Maya Helgas Geschichte

Mias Eltern freuten sich sehr, denn Mia sollte große Schwester werden. Sie hofften, dass diesmal alles gut gehen wird, es kann doch nicht zweimal zu Komplikationen kommen. Doch, es kann und so bekam Mias Mutter aufgrund einer Plazenta Ablösung starke Blutungen und schaffte es gerade noch rechtzeitig in das Emder Klinikum, wo sie am 18. November 2017 Maya Helga in der 27. Schwangerschaftswoche mit 1100g per Notkaiserschnitt entband. Maya wurde gleich nach der Geburt von einem Oldenburger Ärzte-Team abgeholt und in das Elisabeth Kinderkrankenhaus nach Oldenburg verlegt. Zwei Tage nach der Geburt bekamen Mayas Eltern die Diagnose, dass Maya Hirnblutungen hatte. Die Eltern veranlassten daraufhin die sofortige Verlegung der Mutter von Emden nach Oldenburg und die Zeit des Bangens begann, denn man wusste nicht, in welche Richtung es jetzt gehen würde. Die Familie rechnete, nach Rücksprache mit den Ärzten, mit dem Schlimmsten. Zum Glück zeigte eine Kopfultraschall-Untersuchung am nächsten Tag, dass die Blutungen gestoppt waren. Der ganzen Familie fiel ein großer Stein vom Herzen. Die Zeit des Wartens begann, denn man musste herausbekommen, woher die Blutungen kamen und wie groß die Schäden waren bzw. sein würden. Es stellte sich heraus, dass durch die Einblutungen Teile des rechten Großhirns abgestorben waren und das Hirnwasser nicht mehr resorbiert bzw. abgeführt werden konnte. Nachdem Maya eine Rickham-Kapsel eingesetzt bekommen hatte, musste sie immer wieder am Kopf punktiert werden, damit kein Druck im Kopf entsteht. Es war nicht klar, ob sich die Abflussstörung von alleine regenerieren würde und so hieß es wieder warten. Mayas Papa Benjamin konnte zwei Monate Elternzeit nehmen und die Omas und Opas nahmen sich immer wieder Urlaub um die Familie zu unterstützen oder sich um die große Schwester Mia zu kümmern. Nach 14 Wochen in Oldenburg wurde Maya am 19. Februar 2018 nach Osnabrück ins dortige Christliche Kinderhospital verlegt, damit dort ein Shunt-System implantiert werden konnte. Der Shunt soll in Zukunft das überflüssige Gehirnwasser in das Bauchfell abtransportieren.

Mia im Ronald McDonald Haus

Mayas große Schwester Mia wohnte oft im Ronald McDonald Haus. Mias Oma nahm sich Urlaub, um mit Mia in Oldenburg zu wohnen. Immer wenn Mia in das Krankenhaus ging, um ihre Schwester zu besuchen, sagte sie: “Baby“ und klopfte dabei auf ihren Brustkorb, sie hatte also genau verstanden, dass die Babys zum Kanguruhn auf dem Bauch der Eltern liegen und das wollte sie auch. Für eine kurze Zeit lag Maya immer auf Mias Bauch und dann war es auch gut und es konnte weitergespielt werden. 

Oft wohnen mehrere Geschwisterkinder im Ronald McDonald Haus und so lernte Mia die vierjährige Kornelia kennen. Kornelia fragte immer, wann Mia wieder zu Besuch kommt und wenn Mia dann mit der Oma oder dem Papa nach Oldenburg kam, war die Freude groß und die beiden liefen gemeinsam durch das Haus und kannten sich bald mit allem gut aus. 

Die Nähe der Familie hilft, das wird durch die Geschichten von Mia und Maya deutlich und es ist schön zu sehen, wie die ganze Familie zusammenhält und sich in dieser schweren Zeit stützt. 

22.02.2018

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